Jahrgang 
1928
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An dem Kreisjugendfest beteiligten sich mehrere Schüler der Anstalt und konnten im Wettkampf mit der übrigen Jugend des Volkes zahlreiche Ehrenur- kunden des Herrn Reichspräsidenten erringen.

Das Strandbad der Stadt Höchst wurde bei guter Witterung besucht. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal Schwimmunterrichtfür die Schüler der Quarten unter Leitung des Turnlehrers Wolf eingerichtet. Das Ergebnis war sehr erfreulich: etwa 80% der Teilnehmer konnten sich freischwimmen.

Besichtigung von geschichtlich und kunstgeschichtlich wichtigen Gebäuden wur- den in größerer Zahl ausgeführt. Es wurden besichtigt in Höchst: das Höchster Schloß, die Justinuskirche, in Frankfurt: Dom, Römer, Goethe-Haus und die bauluskirche. Die Frankfurter Museen und Ausstellungen wurden von mehreren Klassen besucht: Zoologischer Garten, das Senckenberg-Institut, das Städelsche Mu- seum usw. Alle Klassen von Quarta aufwärts besuchten die AusstellungDie Musik im Leben der Völker. Die beiden Unterprimen der Oberrealschule besuchten die Käthe Kollwitz-Ausstellung in Mainz. Folgende Fabriken und industrielle Betriebe wurden besucht: das Gaswerk, die Mainkraftwerke, die Flörsheimer Tongruben und einige Möbelfabriken. Eine Oberklasse wohnte einer Gerichtssitzung des hiesigen Gerichts bei. Die Schüler der Oberklassen erhielten verbilligte Karten zu den Auf- führungen des Frankfurter Opern- und Schauspielhauses. Mehrere dramatische Auf- führungen in Frankfurt und Höchst wurden von einzelnen Klassen besucht.

Der Gesundheitszustand der Schüler war befriedigend. Nur gegen Ende des Schuljahres trat die Grippe in mehreren Klassen sehr stark auf; einer Schließung der Anstalt hat es jedoch nicht bedurft. Während des ganzen Schuljahres hatten die Schüler in den Pausen Gelegenheit, in der Schule Kakao und später Milch zu trinken. Für bedürftige Schüler wurden die Kosten dieser Speisung von der Stadt übernommen.

Der Schularzt, Herr Stadtmed.-Rat Dr. Faßbender untersuchte im August sämt- liche Schüler der Klassen Sexta bis Obertertia. Außerdem führte er eine große Anzahl von Sprechstunden und Untersuchungen an Schülern der Anstalt durch, übernahm die sportärztliche Ueberwachung der Schüler, überwies mehrere Schüler dem orthop. Turnunterricht und der Schulspeisung.

Vom Stadtschulzahnarzt Dr. Fiedler wurden bei 48 Besuchen 67 zahnärztliche Maßnahmen durchgeführt.

Das Schulgeld betrug für einheimische Schüler 180 ℛhl, für auswärtige Schüler 225 Nl. Die Stadtgemeinde Höchst übernahm das Schulgeld ganz für 61 Schüler. 3a für 2 Schüler und ½ für 15 Schüler. Der Kreis Königstein übernahm das Schulgeld ganz für 2 Schüler, ½ für 2 Schüler.

Die Unterstützungsbücherei wurde im Berichtsjahr sehr stark benutzt. Grund- sätzlich wurden Schüler mit Freistellen oder Schulgelderlaß, die es beantragten, mit Schulbüchern versehen. Die Unterstützungsbücherei wurde von Studienrat Dr. Helfen- bein verwaltet.