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Lehrerkollegium, und beriet unter anderem über das sommerliche Schulfest, die Ver- anstaltung von Elternabenden im Winter, die Möglichkeit zur Verbilligung der Lehr- mittel und die Durchführung der winterlichen Tanzstunde; für diese wurde gemeinsam vom Lehrerkollegium und Elternbeirat auf größte Einfachheit bei den Veranstaltun- gen gedrungen. Die im Dezember 1925 gegründete Elternvereinigung nahm, vor allem dank der unermüdlichen Arbeit von Karl Sandberger, eine günstige Entwicklung. Sie unterstützte Wanderungen in der schon erwähnten Weise und veranstaltete im Winter gemeinsam mit der Schule 2 Elternabende, und zwar außer dem bereits erwähnten über Berufsberatung einen zweiten, auf dem Prof. Dr. Erich Stern aus Gießen über die Entwicklung der Jugend in den Reife- jahren berichtete. Immerhin beträgt die Zahl der Mitglieder der Elternvereinigung erst 120. Es muß aber erreicht werden, daß sämtliche Eltern unserer Schüler es als Ehrenpflicht betrachten, der Elternvereinigung anzugehören und damit tätig auch an der Gesamtarbeit der Schule teilzunehmen. Der Mindestbeitrag im Jahre beträgt 3 Nhl.
Bücher wurden der Schule in dankenswerter Weise von Direktor Dr. Her- mann Wagner in Bad Soden und von Apothekenbesitzer Dr. Otto Stephani in Höchst-Sindlingen gestiftet.
5. Verschiedenes.
Die baulichen Verhältnisse in der Kirchschule wurden verbessert, und es wurden der Schule dort zwei weitere Klassenräume überlassen, sodaß im Hauptge- bäude zwei Klassenräume frei wurden, davon der eine für Zwecke der Verwaltung und des Verkehrs mit den Besuchern, der zweite zur Einrichtung für den physi- kalischen Arbeitsunterricht. Die Arbeiten in den frei gewordenen Räumen sind un- terdessen zum Teil schon durchgeführt. Die Erneuerung des Inneren der Klassen- räume wurde fortgesetzt, konnte jedoch leider immer noch nicht zu Ende geführt werden. Besonders der Zeichensaal wurde innen vollständig erneuert.
Das Hauptgebäude wurde von dem Schularzt und dem Kreisarzt, Medizinal- rat Dr. Stamm, auf seine hygienischen Einrichtungen hin besichtigt; es wurden eine Reihe von Mängeln festgestellt, mit deren Beseitigung unterdessen begonnen worden ist.
Es fehlt der Schule nach wie vor an geeigneten Räumen für den Chemieunter- richt und an Räumen für den Werkunterricht und den erkundlichen Unterricht. Die Verteilung der Klassen auf zwei Gebäude, die durch mehrere Straßenzüge von einander getrennt sind, bleibt eine erhebliche Belastung der Schularbeit. Es muß mit allem Nachdruck darauf hingearbeitet werden, daß die Schule in ein neues Gebäude übergeführt wird.
Zwei weitere Klassenräume der Oberstufe wurden an Stelle der starren Schul- bänke mit beweglichen Tischen und Stühlen ausgestattet; im übrigen ist der Zustand der Schulbänke immer noch sehr unzulänglich.
Leider trat aus Mangel an Mitteln auch eine Stockung in der Beschaffung neuer Schultafeln ein.


