Jahrgang 
1927
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Schwimmunterrichtes fehlt es aber an einem Hallenbad, sodaß nur ein ge- ringer Teil der Schüler schwimmen kann.

Besichtigungen wurden in größerer Zahl ausgeführt. Von Stätten der Kunst wurden besucht: die Justinuskirche mit den dort veranstalteten Ausgrabun- gen, Dom, Römer und Goethehaus in Frankfurt, die Städtische Gallerie in Frankfurt vor allem wegen ihrer Antiken, die Rembrandt-Ausstellung im Städelschen Museum in Frankfurt, die Ausstellung für christliche Kunst in Frankfurt, die Museen in Mün- chen bei Gelegenheit der Münchenfahrten; an historischen Sammlungen das römisch- germanische Zentralmuseum in Mainz, das Saalburgmuseum, das Pompejanum in Aschaffenburg, das Völkermuseum in Frankfurt; von historischen Stätten die Pauls- kirche; von naturwissenschaftlichen Museen und Ausstellungen das Sencken- bergianum, die hiesige Hygiene-Ausstellung bei der Reichsgesundheitswoche, die Aus- stellungDer Mensch in Frankfurt, der Zoologische Garten in Frankfurt, die Tierschau des Zikurs Sarasani in Frankfurt a. M. und das Taunus-Observatorium auf dem klei- nen Feldberg; an Stätten modernen Lebens das Stadion in Frankfurt, die pho- tographische Ausstellung ebendort, Eisenbergwerk und Glockengießerei in der Nähe von Herborn, die hiesigen Mainkraftwerke, die Leitzwerke in Wetzlar, die Börse in Frankfurt, das neue Selbstanschlußamt der hiesigen Reichspost, das hiesige Wasser- werk. An dramatischen Aufführungen wurden besucht KleistsPrin⸗ von Homburg und HebbelsNibelungen, erster Teil, im Frankfurter Schauspiel- haus, Gerhart HauptmannsVersunkene Glocke in einer Aufführung des Rhein- Mainischen Künstlertheaters in Höchst. Außerdem wurde der FilmBen Hur' den älteren Schülern besucht. Durch freundliche Vermittlung des Lessing-Gym- nasiums in Frankfurt a. M. erhielten die Schüler der Oberklassen verbilligte Ein- trittskarten zu den Aufführungen des dortigen Opern- und Schauspielhauses. Außer- dem wohnte eine Oberklasse einer Sitzung des hiesigen Jugendgerichtes bei, dessen Vorsitzender, Amtsgerichtsrat Dr. Lehmann,I im Anschluß daran einen Vortrag über die Gerichtsverfassung in Deutschland hielt. Gemessen an dem gesam- ten Umfang der Schularbeit eines Jahres und der allseitigen Aufgabe unserer Doppel- anstalt bedeuten diese Versuche, den Unterricht durch Anschauung zu ergänzen, erst einen Anfang.

von

Der Gesundheitszustand der Schüler war befriedigend; im Januar trat jedoch eine leichte Form von Erkältungskrankheiten(Grippe), besonders bei den Schülern der unteren Klassen, in größerer Zahl auf, ohne daß eine Schließung von Klassen notwendig geworden wäre. Während des ganzen Schuljahres hatten die Schüler in den Pausen Gelegenheit, Kakao zu trinken. Für bedürftige Schüler wurde diese Speisung aus Mitteln der Schule bezahlt, wofür 338 Nhl aufgewandt wurden.

Der Schularzt, Stadtmedizinalrat Dr. Faßbender, prüfte eingehend den Gesundheitszustand sämtlicher Schüler von Sexta bis Obertertia. Er führte ferner 97 Sprechstundenuntersuchungen an Schülern der Anstalt aus, 87 Röntgendurch- leuchtungen, 23 sportärztliche Untersuchungen, überwies 23 Schüler dem orthopä- dischen Turnen und 28 Schüler der Schulspeisung. Von Stadtschulzahnarzt Dr. Fiedler wurden bei 55 Besuchen 96 zahnärztliche Maßnahmen durchgeführt.