Jahrgang 
1908
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Fünfte Klasse. Ordinarius: Im S. Kandidat des höh. Schulamts Rosalewski, im W. Oberlehrer Wessel.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit VG.

2. Deutsch und Geschichtserzählungen. 4 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus dem Lesebuche. Die Gedichte des Kanons wurden auswendig gelernt. Wiederholung der in Sexta gelernten Gedichte. Der einfache und der erweiterte Satz. Das Notwendigste vom zusammengesetzten Satze. Rechtschreibe- und Interpunktions- übungen in wöchentlichen Diktaten, alle 4 Wochen ein Aufsatz. Erzählungen aus der sagenhaften Vorgeschichte der Griechen und Römer, Fabeln, Erzählungen, geschichtliche Charakterzüge und Lebensbilder, Gedichte. Im S. Rosalewski, im W. Wessel.

3. Französisch. 6 St. Ploetz-Kares, Elementarbuch, Ausg. C, Kap. 28 63 a. Sprechübungen im Anschluß an die Lesestücke, die Umgebung und das Hölzelsche Sommer- und Herbstbild. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit(Klassenarbeit, Hausarbeit, Diktat). Zwei Gedichte wurden auswendig gelernt. Im S. Rosalewski, im W. Wessel.

4. Erdkunde. 2 St. Physische und politische Erdkunde Mitteleuropas, insbesondere Deutschlands.& Einfache Kartenskizzen. Herr. 5. Mathematik. 5 St. Rechnen: 4 St. Peilbarkeit der Zahlen. Gemeine

Brüche. Einfache Aufgaben aus der Regeldetri. Planimetrie: 1 St. Propädeutischer geometrischer Anschauungsunterricht. Uebungen im Gebrauche von Zirkel und Lineal. Herr.

6. Naturbeschreibung. 2 St. Im S. Botanik: Eingehende Durchnahme der äußeren Organe der Blütenpflanzen im Anschluß an die Beschreibung vorliegender Exemplare und an die Vergleichung vorliegender Formen. Im W. Zoologie: Beschreibung wichtiger Wirbeltiere nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Einiges über den Bau des menschlichen Körpers. Herr.

7. Schreiben. 2 St. Uebungen in deutscher Kurrent- und lateinischer Kursivschrift nach Vorschrift an der Wandtafel. Jung.

8. Zeichnen. 2 St. wie V G. Metz.

Sechste Klasse. Ordinarius: Oberlehrer Rüssel.

1. Religionslehre. 3 St. mit VI G zusammen.

2. Deutsch und Geschichtserzählungen. 5 St. Lesen und Erklären von poetischen und prosaischen Stücken aus dem Lesebuch. Auswendiglernen und Vortragen der Gedichte des Kanons. Rechtschreibung:§ 1 20 des Regelbuches. Wöchentlich ein Diktat. Grammatik: Die Wortarten. Das Wichtigste aus Deklination und Konjugation. Unterscheidung der starken und schwachen Formen. Der einfache Satz und die für ihn erforderliche Zeichensetzung. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, namentlich der neueren. Vollmer.

3. Französisch. 6 St. Nach einem Lautierkursus Durchnahme von Ploetz-Kares, Elementarbuch, Ausg. C, Kap. 132. Sprechübungen im Anschluß an die Umgebung und die Lektüre. Schriftliche Arbeiten wöchentlich nach Verlauf der ersten 8 Wochen(Diktate, Beantwortung von Fragen, Umbildungen). Zwei Gedichte und Lieder wurden gelernt. Rüssel.