Jahrgang 
1905
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7. Englisch(wahlfrei). 2 St. Einführung in die Aussprache. Ausgewählte Stücke und Gedichte des Lehrbuches wurden gelesen und die Hauptsachen der Formenlehre und Syntax durchgenommen. Mündliche und schriftliche Uebungen im Uebersetzen aus dem Deutschen ins Englische. Sprechübungen. Einige Gedichte wurden gelernt. Schnaus.

8. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders d. Gr. und der römischen Geschichte bis Augustus mit Ausblicken auf Orient und Hellenismus. Geographische Wiederholungen. Sieke.

9. Mathematik. 4 St. Einiges über harmonische Punkte und Strahlen sowie über Transversalen. Anwendung der Algebra auf geometrische Aufgaben, besonders auch Kon- struktionsaufgaben mit algebraischer Analysis. Gleichungen, besonders quadratische mit 2 und 3 Unbekannten. Goniometrie. Einfache Dreiecksberechnungen. Lohberg.

10. Physik. 2 St. Wärmelehre nebst Anwendungen auf Meteorologie. Magnetismus und Elektrizität, insbesondere Galvanismus. Lohberg.

Untersekunda.

Ordinarius: Oberlehrer Dr. Erxleben.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit IR. a) evangelische: Gelesen und er- klärt das Evangelium nach Markus sowie ausgewählte Abschnitte des Alten Testaments. Ver- tiefende Wiederholung der Bergpredigt. Die wichtigsten Abschnitte der Apostelgeschichte. Wiederholung des Katechismus, der Kirchenlieder und Psalmen sowie eingehende Einführung in die heilige Schrift. Schmitt. b) katholische: Apologetik. Dazu Wiederholung aus der Lehre von der Gnade und den Gnadenmitteln, sowie das Wichtigste aus der Sittenlehre. Die Hauptepochen der Kirchengeschichte. Bellinger.

2. Deutsch. 3 St. Gedichte von Schiller, Uhland und den Dichtern der Freiheits- kriege. Schillers Jungfrau von Orleans, das Lied von der Glocke, Tell. Lessings Minna von Barnhelm. Prosaische Abschnitte aus dem Lesebuch. Gedichte und ausgewählte Ab- schnitte aus größeren Dichtungen gelernt, bezw. wiederholt. Praktische Anleitung zur Auf- satzbildung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Hofmann.

Aufsatzthemata: 1. Der Aufbau von Schillers Ballade:Die Kraniche des Ibykus.(Klassen- aufsatz.) 2. Der Aufbau von SchillersLied von der Glocke. 3. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.(Chrie.) 4. Das YNorspiel zurJungfrau von Orleans. 6. Wie erklärt es sich, daß Friedrich der Große trotz der feindlichen Uebermacht siegreich aus dem Siebenjährigen Kriege hervorging? 7. Was bestimmt Tell zu der furchtbaren Tat des Apfelschusses?(Klassenaufsatz). 8. Ferro nocentius aurum! 9. Wer ernten will, muß säen.(Klassenaufsatz.) 10. Worin zeigt sich Werners Treue gegen Tellheim?

3. Latein. 7 St. a) Grammatik: 3 St. Wiederholung der Kasus-, Tempus- und Moduslehre. Uebungen im Uebersetzen nach dem Uebungsbuch, sowie in Anlehnung an die Prosalektüre. Alle 8 Tage eine schriftliche Klassenarbeit. b) Lektüre: 4 St. Cicero, de imp. Cn. Pompei; Auswahl aus Ovids Metamorphosen; Livius, Auswahl aus der ersten Dekade. Erxleben.

4. Griechisch. 6 St. Aus der Grammatik die Lehre vom Artikel, von den Prono- minibus und vom Gebrauche der Kasus. Einige Hauptregeln der Tempus- und Moquslehre gelegentlich. Uebersetzungsübungen meist nach dem Uebungsbuche. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit, meistens Klassenarbeiten, vielfach in Anlehnung an die Prosalektüret Lektüre: Xenoph. Anab. III und IV mit Auswahl; Homers Odyssee, Gesang 912 in Aus- wahl(Irrfahrten des Odysseus). Erxleben.

5. Französisch. 3 St. Die Hauptlehren der Syntax, Uebungsbuch Kap. 49 76. Wiederholungen aus den Kap. 26 48. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit(Klassen- arbeiten, Diktate, häusliche Arbeiten, kleine selbständige Arbeiten). Gelesen wurde: Brunos, Franeinet. Zwei Gedichte wurden auswendig gelernt. Sprechübungen im Anschluß an das Gelesene und über die Stadt. Jung.