— 7.—
7. Englisch(wahlfrei). 2 St. vereinigt mit OI.—
8. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Die für die Weltkultur bedeutsamsten römischen Kaiser. Deutsche Geschichte bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges unter eingehender Berücksichtigung der Verfassungs- und Kulturverhältnisse. Uebersicht des Staatenbestandes von 1648. Wiederholungen aus der alten Geschichte nach einem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen. Geographische Wiederholungen. Müller.
9. Mathematik. 4 St. Arithmetische Reihen erster Ordnung und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechnung. Gleichungen höheren Grades, die sich auf quadratische zurückführen lassen. Stereometrie nebst Anleitung zum perspektivischen Zeichnen. Uebungen in der Trigonometrie und im Lösen planimetrischer Konstruktionsaufgaben. Bruch.
10. Physik. 2 St. Mit O1 vereinigt.
Obersekunda. Ordinarius: Oberlehrer Martin.
1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit I.
2. Deutsch. 3 St. Lektüre des Nibelungenliedes, des Parzival von Wolfram und einiger Gedichte Walthers von der Vogelweide unter Darbietung von Proben aus dem Urtext. Kurze Uebersicht über die Entwicklung der deutschen Sprache und über die Geschichte der deutschen Literatur bis zum Ausgange des Mittelalters. Goethes Götz, Egmont und Hermann und Dorothea, Schillers Spaziergang und Maria Stuart. Im Anschluß daran Goethes und Schillers Leben. Poetik im Anschluß an die Lektüre. Auswendig gelernt wurden der Spaziergang sowie ausgewählte Stellen aus den gelesenen Dramen. 8 Aufsätze. Uebungen im Disponieren. Vorträge von Schülern. Martin.
Aufsatzthemata: 1.„Ans Vaterland, ans teure, schließ' dich an!“(Eine Chrie). 2. Gedanken- gang in Schillers Spaziergang. 3. Wie zeigt Siegfried seine Heldenkraft?(Klassenaufsatz). 4. Kleines ist die Wiege des Großen. 5 Der Widerstreit der Pflichten Rüdigers und seine Lösung(Klassen- aufsatz). 6. Was zieht den Menschen in die Fremde? 7. Welche Hindernisse stellen sich der Ver- einigung Hermanns und Dorotheas entgegen, und wie werden sie überwunden? 8. Wie kommt es daß der Löwenwirt trotz anfänglichen Widerspruches später in die Verbindung Hermanns und Dorotheas einwilligt?(Klassenaufsatz).
3. Latein. 7 St. Grammatik. 2 St. Grammatisch-stilistische Eigentümlichkeiten im Gebrauche der Redeteile. Zusammenfassung und Ergänzung früher gelernter Phrasen und synonymischer Unterscheidungen. Wiederholungen aus dem ganzen Gebiete der Syntax. Mündliche Uebersetzungsübungen. Alle 14 Tage eine Klassenarbeit, jedes Vierteljahr eine Uebersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. Lektüre. 5 St. Vergil, Aeneis, Auswahl aus Buch 2 bis 8. Memorieren einzelner Stellen. Cicero, pro Archia poeta; Livius, Buch 21 und 22 in Auswahl; Sallustius, Bell. Iugurthinum. Martin.
4. Griechisch. 6 St. Grammatik. 1 St. Tempus- und Moduslehre. Lehre vom Infinitivus und Partizipium. Lektüre. 5 St. Auswahl aus Homers Odyssee und Herodot. Lysias' Rede gegen Eratosthenes.— Alle 14 Tage eine Uebersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche oder aus dem Deutschen ins Griechische als Klassenarbeit. Martin.
5. Französisch. 3 St. Gelesen wurde im Sommer: Daudet, Tartarin de Tarascon; im Winter: Molière, Le Bourgeois Gentilhomme. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit; grammatische Wiederholungen und mündliches Uebersetzen ins Französische im Anschluß an die zusammenhÄngenden Uebungsstücke des Lehrbuches. Sprechübungen im Anschluß an Gelesenes und über Vorkommnisse aus dem alltäglichen Leben. Suchier.
6. Hebräisch(wahlfrei). 2 St. Das Wichtigste aus der Formenlehre; starkes und schwaches Verbum. Schriftliche und mündliche Analysen an der Hand des Lehrbuches. Einzelne Kapitel der Genesis wurden gelesen. Martin.


