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An Vorkenntnissen wird für die Sexta verlangt:
1) Geläufiges Lesen deutscher und lateinischer Druckschrift,
2) Fertigkeit, Vorgesprochenes in beiderlei Schrift ohne gröbere Fehler gegen die Rechtschreibung leserlich, reinlich und nicht allzu langsam nachzuschreiben,
3) Sicherheit in den 4 Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen, 4) einige Kenntnis biblischer Geschichten.
Mit Beginn des neuen Schuljahrs wird die Sekunda der Realschule ins Leben treten. In der Realschule wird kein lateinischer Unterricht erteilt, sondern in Sexta mit Französisch begonnen, von Tertia an kommt als zweite Fremdsprache das Englische hinzu. Nach erfolgreicher Absolvierung des sechsten Schuljahres, mit dem die Realschule abschliesst, erwirbt der Schüler das Zeugnis der Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militärdienst ebenso, wie nach erfolgreicher Absolvierung des sechsten Schuljahres im Gymnasium.
Es empfiehlt sich, fortan diejenigen Knaben, von denen es beim Eintritt in die Sexta bereits feststeht, dass sie keine Universitätsstudien machen und überhaupt keiner Laufbahn sich zuwenden sollen, die den Besuch der 3 oberen Klassen eines Gymnasiums zur Voraus- setzung hat, der Realschule zuzuführen, da solchen Schülern der Unterricht der Realschule eine geeignetere Vorbildung für ihren künftigen Beruf geben wird als der Unterricht des Gymnasiums.
Montag, den 7. April, von morgens 8 Uhr ab Prüfung der für die Hauptanstalt angemeldeten Schüler; die für die Vorschule angemeldeten Knaben brauchen erst am Dienstag, den 8. April, vormittags 10 Uhr zu kommen.
Dienstag, den 8. April, vormittags 8 Uhr, haben sämtliche Schüler der Hauptanstalt sich zunächst in der Turnhalle zur Eröffnung des neuen Schuljahres zu ver- sammeln. Danach wird der Unterricht seinen Anfang nehmen. Die Vorschüler haben an diesem Tage um 10 Uhr zur Schule zu kommen.
Höchst a. M., im März 1902.
Dr. Adolf Lange,
Gymnasial-Direktor.


