Jahrgang 
1902
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13 Quarta R.

Ordinarius: Oberlehrer Jung.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit IVG.

2. Deutsch. 4 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke des Lese- buches. Die Gedichte des Kanons wurden gelernt und die in Quinta gelernten wiederholt. Der zusammengesetzte Satz. Interpunktions- und Wortbildungslehre. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Diktate und Aufsätze. Brötz.

3. Französisch. 6 St. Ploetz-Kares, Uebungsbuch, Ausg. C, L. 1 28. Alle 8 Tage eine häusliche Arbeit, Klassenarbeit oder Diktat. 2 Gedichte wurden auswendig gelernt. Lektüre: Bruno, Francinet(Wüllenweber). Sprechübungen im Anschluss an das Gelesene, die Umgebung und die Hölzel'schen Bilder. Jung.

4. Geschichte. 2 St. a) Griechische Geschichte. b) Römische Geschichte bis 31 v. Ohr. Brötz.

5. Erdkunde. 2 St. Physische und politische Erdkunde von Europa ausser Deutsch- land. Einfache Kartenskizzen. Bruch.

6. Mathematik. 6 St. a) Rechnen. Dezimalbrüche. Einfache und zusammen- gesetzte Regeldetri mit ganzen Zahlen und Brüchen(Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben).

Anfangsgründe der Buchstabenrechnung. b) Geometrie. Lehre von den Geraden, Winkeln, Dreiecken und Parallelogrammen. Einführung in die Inhaltsberechnung. Jung.

7. Naturbeschreibung. 2 St. a) Botanik. Vergleichende Beschreibung ver- wandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen nach vorhandenen Exemplaren.(Einige wichtige Pflanzenfamilien). Uebersicht über das natürliche Pflanzensystem. b) Zoologie. Wiederholung und Erweiterung des Lehrstoffs der vorhergehenden Klassen mit Rücksicht auf die Erkennung des Systems der Wirbeltiere. Bruch.

8. Schreiben. 2 St. Sentenzen, Briefe und Geschäftsaufsätze in deutscher Kurrent- und lateinischer Kursivschrift. Linder.

9. Zeichnen. 2 St. wie IVG. Jung.

Quinta G. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Schaefer.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit VR. a) katholische: Biblische Geschichte des Neuen Testaments mit Auswahl. Das zweite und dritte Hauptstück, die Lehre von den Geboten und Gnadenmitteln. Erklärung und Einprägung einiger Kirchenlieder. Bellinger. b) evangelische: Biblische Geschichte des Neuen Testaments. Das 2. Hauptstück nebst Erklärungen und einer Anzahl passender Bibelsprüche. Wiederholung des 1. Hauptstücks. Memorieren einiger Kirchenlieder und Wiederholung der früher gelernten. Schmitt.

2. Deutsch und Geschichtserzählungen. 3 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus dem Lesebuche. Auswendiglernen und Vortragen der Gedichte des Kanons. Wiederholung der in Sexta gelernten Gedichte. Grammatik und Recht- schreibung: Wiederholung und Erweiterung des in Sexta Gelernten. Der zusammengesetzte Satz. Jede Woche eine schriftliche Arbeit: Diktate, alle drei Wochen ein Aufsatz. Erzählungen aus der sagenhaften Vorgeschichte der Griechen und Römer. Lina.

3. Latein. 8 St. Einübung der Grammatik nach dem Uebungsbuche, namentlich der Deponentia und unregelmässigen Verba. Mündliche Uebersetzungsübungen und Erlernen von Wörtern. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. Lina.

4. Erdkunde. 2 St. Physische und politische Erdkunde Deutschlands. Uebungen im Entwerfen einfacher Kartenbilder. Grundzüge der mathematischen Erdkunde. Im Sommer: Martin. Im Winter: Schaefer.