Jahrgang 
1867
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a) für Schreiben, Zeichnen und Geſang: Knabenlehrer Schwarz; b) für Turnen: Seminarturnlehrer G. Schweighöfer. Die Biographieen der Hauptlehrer mögen hier in kurzen Umriſſen Platz finden; nr

1) Heinrich Wenzel, geb. den 17. Juli 1826 zu Löhnberg, Amts Weilburg, evangeliſch⸗ chriflicher Confeſſion, beſuchte das Lehrerſeminar zu Idſtein von Frühjahr 1843 bis dahin 1845. Zum Behuf ſeiner Ausbildung im Real⸗ fach, beſonders in Naturwiſſenſchaften und Mathematik, freguentirte er die Univperſität zu Gießen 2 ½ Jahre und er⸗ warb ſich dort den philoſophiſchen Doctorgrad. Nachdem er in den Jahren 1847 und 1848 längere Zeit unterm Militär geſtanden, an der Realſchule zu Uſingen 1 ½ Jahr unterrichtet, dann noch 2 Semeſter in Göttingen ſtudirt und im Frühjahre 1853 das Reallehrerexamen abſolvirt hatte, begleitete er bis zum Herbſt 1855 Privatlehrerſtellen an Knabenerziehungsanſtalten zu Frankfurt a. M. und zu Darmſtadt und wurde dann vom 15. Oktober 1855 mit Verſehung einer Lehrerſtelle beauftragt zunächſt an der höheren Töchterſchule zu Wiesbaden(bis Frühjahr 1856), dann am Realgymnaſium daſelbſt(bis Frühjahr 1857), darnach an der Realſchule zu Ems. Im F rühjahr 1858 erfolgte dort ſeine Ernennung zum Reallehrer. Vom 1. Juli 1859 bis 1. April 1863 war er an der Realſchule zu Hachen⸗ burg angeſtellt. Im Herbſt 1862 wurde er mit den Funktionen eines Realoberlehrers betraut und im Frühjahr 1863 in gleicher Eigenſchaft nach Uſingen dirigirt. Der nach§ 6 des Realſchulgeſetzes vom 5. November 1861 vorgeſchrie⸗ benen(II.) praktiſchen Staatsprüfung unterzog er ſich im Dezember 1864 und wurde I. Decret des Toemaſigen Herrzoglichen Staatsminiſteriums zu Wiesbaden vom 1. März 1865 als darin beſtanden erklärt.

2) Auguſt Wallenfels iſt geboren den 26. Juli 1841 zu Aulenhauſen, Amts Weilburg, beſuchte die glemnen⸗ tarſchule zu Erbenheim, trat dann, nachdem er das 13te Jahr erreicht hatte, in die Quinta des Realgymnaſiums zu Wiesbaden ein, beſtand das Maturitätsexamen zu Oſtern 1861, ſtudirte 2 ½ Jahr auf den Univerſitäten zu Mar⸗ burg und zu München und wurde ſodann mit der Verſehung einer Reallehrerſtelle zu Schwalbach betraut. Hier blieb er 2 ½ Jahr und wurde dann mit April 1866 an die Realſchule zu Ufingen verſetzt. Im Laufe des Winter⸗ ſemeſters 1866/67 beſtand er jein Reallehrerexamen.

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B. unterr iicht.

Der Unterricht wurde nach dem von maßgebender Behörde genehmigten Lectionsplan für das Sommerſemeſter 1866 am Tage nach der am 26. April ſtattgefundenen Aufnahmeprüfung begonnen und nur durch die vom 5. 19. Juli dauernden Ernteferien unterbrochen bis zu der am 13. September abgehaltenen Herbſtprüfung fortgeſetzt, dann nach dem von Königlicher Landesregie⸗ rung genehmigten Lectionsplan für das Winterſemeſter wieder aufgenommen und ohne weitere Unter⸗ brechung die wenigen Tage zwiſchen Weihnachten und Neujahr abgerechnet bis zum Schluſſe des Schuljahrs fortgeführt. Der Lectionsplan für das Winterſemeſter wich nur in einem Lehrgegen⸗ ſtand von dem des vorausgegangenen Semeſters ab. Es wurde nämlich für zwectdienlicher erkannt, den Unterricht in der Phyſik für die Knaben und Mäͤdchen geſondert zu ertheilen, indem dann eine für jede Sphäre geeignetere Auswahl des Stoffs getroffen werden kann. JFür die Knaben wurden 2, für die Mädchen 1 pöhnilihe Lection in Auſpruch genommen.