Jahrgang 
1867
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und Algebra, conſtructives Zeichnen und Turnen. Eine Zuziehung neuer Lehrkräfte war alſo nicht erforderlich. Für den Unterricht in weiblichen Handarbeiten ſorgen die Eltern durch Privatunter⸗ richt. Der Stadt erwuchſen alſo durch dieſe Einrichtung keine weitere Ausgaben. Die Frequenz nahm ſeit dieſer Zeit bedeutend zu. In den letzten 6 Schuljahren betrug dieſelbe nacheinander 31, 32, 29, 35, 49, 53, zuſammen 229 Schüler. Die Realſchule wurde ſomit von ihrer Gründung bis zur Gegenwärt(alſo von Neujahr 1818 bis Neujahr 1867) von 1834 Schülern beſucht.

Das Verhältniß der Zahl der Knaben zu der Zahl der Mädchen blieh während der drei Schuljahre faſt conſtant wie 3: 1. Die Zahl der Auswärtigen iſt ſeit Frühjahr 1862 ſtets im Steigen geblieben und von 2 auf 12 hinaufgekommen. Obgleich hier nicht der Ort iſt über das pro et contra des gemeinſchaftlichen Unterrichtens von Knaben und Mädchen in Realſchulen zu dis⸗ cutiren, ſo möge doch die Bemerkung Platz greifen, daß ſich hier in Uſingen eine vereinigte Real⸗ und höhere Töchterſchule als ein ſehr zweckmäßiges Inſtitut bewährt hat, indem weder eine Beein⸗ trächtigung der früheren Lehrziele wahrzunehmen, noch irgend ein nachtheiliger Einfluß in Beziehung auf Sittlichkeit und Anſtand hervorgetreten iſt.

Möge dieſe in den möglichſt engen Rahmen zuſammengedrängte Darlegung der⸗ mweſeutlichſten Momente aus der Geſchichte der Realſchule zu Uſingen hinreichen, dem Leſer ein klares Bild von dem Entwicklungsgange einer Anſtalt zu geben, durch deren beinahe 50 jährige Wirkſamkeit ſchon viele Bewohner der Stadt und Umgegend ſich nützliche Kenntniſſe und Fertigkeiten für das Leben erworben haben, die ſie nun zu ihrem eigenen Wohl, zum Beſten ihrer Mitmenſchen, wie auch zut Hebung ihrer Vaterſtadt verwerthen können. auu 1 8 1 d514

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Auaben cinichun der Schule, Perſonalbeſtand des Neaſtbernde und de run ar3n Lehrerkollegiuns. 21inttartn

tulc din Nealſchule iſt eine zweiklaſſige, jede Klaſſe hat einen weihrigen Curſus M Der Dirigent der Realſchule iſt Seminardirector Lexr. ilus: Den Reslſchulvorſtand bilden die Herren Beiräthe: Bürgermeiſter Becker, ſeltandie Karl

2suandſe und Ldderfabrikant Karl Bonn.

Das Lehrerkollegium beſteht, nachdem Reallehrer Ernſt mit April v. J. zufolge Reſeripts Hoher Landesregierung zu Wiesbaden vom 19. März 1866 ad Num. 30,303 von hier an die Realſchule zu L. Schwalbach verſetzt und der Candidat der neueren Philologie Wallenfels von dort an die hieſige Realſchule dirigirt worden war, aus den Hauptlehrern:

1) Reallehrer Dr. Wenzel(zugleich mit den Funktionen eines Realoberlehrers be⸗ traut), Ordinarius der I. Klaſſe; 2) Candidat Wallenfels, Ordinarius der II. Klaſſe;