3839 dem Apparatenzimmer noch Wohnung für den Hauptlehrer und den Schuldiener umfaßte. Das jährliche Schulgeld betrug à Perſon 12 fl., das Eintrittsgeld 1 ½ fl. An dem Latein, welches nicht obligatoriſch war, betheiligten ſich in der⸗ 3 8—10, ſitdei e i 12——14, einmal fodär nur 5 Schüler.
. Die Frequenz der Anſtalt bewegte ſich von Iribjahr 1849 bis dahin 1861 mwiſchen 25 und 48 mit einem jährlichen Durchſchnitt von 35 und einer Geſammtſumme von 424 Schülern. Die Zahl der Auswärtigen ſchwankte zwiſchen 2 und 12 mit einem jährlichen Durchſchnitt von 6,6.
Während dieſes Zeitraums von Frühjahr 1849 bis zu Neujahr 1861 fand ein vedeutender Wechſel im Lehrerkollegium ſtatt. Es mußte dadurch häufig nicht nur der Stunden⸗, ſondern auch der Lehrplan geändert werden. Daß dies dem Gedeihen der Anſtalt nicht förderlich war, läßt ſich leicht begreifen. Wenn wir daher mit der Beſeitigung der Urſache dieſes Uebelſtandes einen Abſchnitt in der Entwicklungsgeſchichte der in Rede ſtehenden Anſtalt abſchließen, ſo dürfte dies gewiß ſehr ge⸗ rechtfertigt erſcheinen, um ſo mehr, da wir hier lediglich die Sache im Auge behalten und damit weder der einen noch der andern Perſönlichteit irgendwie zu nahe treten wollen. Ehe wir jedoch zur weitern Entwicklung der Geſchichte unſerer Realſchule übergehen, ſoll hier ein Verzeichniß der⸗ jenigen Lehrkräfte folgen, welche an der Anſtalt während dieſer Periode thätig warenn lußsc
Das Lehrertollegium war bei der Wiedereröffnung der Realſchule im Frühjahr 1849 wie folgt zuſammengeſetzt; Schulinſpector Decan Senfft, Reallehrer Becker, Pfarrer Schellenberg, Ele⸗ mentarlehrer Brötz und Lehrgehülfe Breidenſtein. Im Herbſt deſſelben Jahres trat Letzterer aus und es wurde Realſchulkandidat Dr. Wenzel aus Löhnberg an dieſer Anſtalt beſchäftigt; im Frühjahr 1851 ging auch dieſer ab und ſo war das Lehrerperſonal auf die vier zuerſt Genannten reducirt. Mit dem Anfang des Sommerſemeſters 1854 wurden Reallehrer Becker und Stadt⸗ pfarrer Schellenberg verſetzt; Reallehrer Herrmann und Pfarrer Herdt traten an die Stelle der Abgegangenen, außerdem noch für die Ertheilung des eichenunterrichts der Seminarhitfaleier Breidenſtein.
Frühjahr 1858. Reallehrer Her rmann wird an die neuerrichtete Vaalhut zu Ieſein ver⸗ ſett und Reallehrer Roßbach zu deſſen Nachfolger ernannt.
Sommer(Juni und Juli) 1859. Lehrer Brötz wird nach Soſſenheim dirigirt, Seminar⸗ hilfslehrer Breidenſtein ſceidet aus ‚die Lehrer Weimar, Steinhäuſer und Zirvas treten als Hilfslehrer ein. mn 2154 21 ſ.
Herbſt 1852. Lehrer Stein häͤuſer wird von ſeinen Funktionen als Oilisichrer dec Neal⸗ ſchule entbunden. 193 Frühjahr 1860. Nachdem Lehrer Weimarn mit Tod augagangen, mird Lehrer=teints uf⸗ er zur Aushilfe zugezogen. 1 3
Sommer 1860. Die Realſchulinſpertivn geht an Seminardirertor Lex über. Seminarhilſs⸗ lehrer Becker und Lehrer Schwarz treten als Hilfslehrer in das Lehrerkollegium ein,
3 Januar 1861. Realſ ſchulkandidat Ernſt wird mit der Verſehung einer zweiten⸗ Reallehrer⸗ ſtelle beauftragt. Stadtpfarrer Herdt und die Lehrer Steinhäuſer und Zirvas werden von ihren Funktionen als Hilfslehrer der Realſchule entbunden. Decan Dörr übernimmt die Erthei⸗ lung des Religionsunterrichtes, Das Lehrerperſonal beſtand alſo jetzt aus dem Reallehrer Roßbach,


