Geſchichte der Real⸗ und höhern cocnerſann; zn unnuen 1n und Schulnachrichten derſelben
für das Schuljahr 1866/67, 13 a Kpa Sliſg von dem Dirigenten, Seminardirector Ler.
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.N der Stadt uſingen beſtund ſchon im 16. Jahrhundert eine ſ. g. Biceroria eſchurent deuen Lehrer Theologen waren, welche nach ihrem Range die Titel rectores oder conrectores führten und welchen gleichzeitig die Verpflichtung oblag, in der Kirche zu Uſingen als Diakonen auszuhelfen. Ueber den Stand dieſer Schule gibt uns ein Schulviſitationsbericht des Naſſau⸗Weilburgiſchen Su⸗ perintendenten Caspar Goldwurm Nachricht. Es heißt darin wörtlichz er habe bei der am 15. März 1555 in der Schule zu Uſingen gehaltenen Prüfung ungefähr 120 Knaben gefunden, nicht allein von daher gebürtig, ſondern auch aus andern Ländern und Städten, aus Speier, Frankfurt, auch edle Knaben aus der Wetterau ec.; dieſelben ſeien in der lateiniſchen und griechiſchen Sprache, in der Religion, Arithmetik und Muſik ſehr gut unterrichtet geweſen. Dieſe Rectoratsſchule dauerte fort bis 1817, und es liegt ein Berzrichniſ d derjenigen Lehrer vor, welche von 1614 bis zu ihrem Schluſſe daran wirkten. 1.
Durch die Ausführung des Schuledicts vom 24. März 1817, Weduu das Schulmaſen im Herzogthum Naſſau eine vollſtändig neue Organiſation erfuhr, erhielt nun auch Uſingen, wie mehrere andere Städte des Landes, eine Realſchule, welche mit Neujahr 1818 eröffnet und in wolcher der in dieſem Edicte näher ausgeführte Lehrplan zu Grunde gelegt wurde. tti
ltes Entwicklungsſtadium. Von 181821846. An die neuerrichtete Realſchule wurde der Reallehrer Philipp Petri aus Breitſcheid angeſtellt. Derſelbe war früher Elementarlehrer, hatte ſich aber durch Selbſtſtudium und durch einen kürzeren Beſuch einer auswärtigen Bildungsan⸗ ſtalt eine höhere Befähigung erworben, ſo daß es ihm gelang, die Anſtalt viele Jahre hindurch mit gutem Erfolge fortzuführen. Im erſten Decenium ihres Beſtehens betrug die höchſte Schüler⸗ zahl 49, die niedrigſte 22, im zweiten ſchwankte ſie zwiſchen 46 und 63, im dritten fiel ſie von 51 auf 5 herab. Die Durchſchnittszahlen aus der ſtattgefundenen Frequenz ſind in dieſen 3 auf⸗ einander folgenden Decenien beziehungsweiſe 37, 54, 34 die Geſammtfrequenz betrug 1181 Schüler. Die höchſte Zahl der auswärtigen Schüler betrug 14, und es war dies im Schuljahr 1836,37,
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