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241, denen rund 3100 Bücher ausgehändigt sind. Xußerdem ist ein Reservebestand von rd. 2000 Büchern zum Ersatz für verbrauchte Bücher und für die im Laufe des Schuljahres eintretenden Schüler vorhanden. Die hohe Zahl der Benutzer der Bücherei beweist, daß die Einrichtung zeit⸗ gemäß ist und den Beifall der Eltern gefunden hat.
Die Schaffung der Leihbücherei ist auch nicht ohne pädagogische Bedeutung; zunächst haben die Schüler in der Lektüre dieselbe Ausgabe in den Händen, ferner wird dem Bücherhandel unter den Schülern das Handwerk gelegt und schließlich werden diese selbst zur sorgfältigen Behandlung ihrer Bücher und damit zur Ordnung angeleitet.
Die an der Anstalt befindlichen Stiftungen sind durch die Geldentwertung zu nichts geworden. Das gilt sowohl von der vom Begründer der Anstalt, Abt Michael, errichteten Freitischstiftung, als auch von den zahlreichen Stipendien, über die die Schule früher verfügte. Um das Andenken an diese segensreichen Einrichtungen lebendig zu erhalten, werden sie in folgendem aufgeführt:
1. Das Molitorsche Benefizium, gestiftet 1571 von Abt Michael; es betrug jährlich 150 Mk. und war für die Nachkommen des ehem. Stiftpfarrers Molitor(Molter) bestimmt.
2. Das Schimmelpfengsche Benifizium, Familienstiftung errichtet 1672 von Conrektor G. Schimmel⸗ pfeng. Betrag 12,10 Mk.
3. Die Münscherstiftung, begründet 1807 gelegentlich des 5Ojährigen Dienstjubiläums des Direktors Dr. Münscher von seinen Freunden und Schülern. jährlicher Betrag zuletzt 120 Mk.
4. Die neue Freitischstiftung, errichtet gelegentlich der 300 jährigen Jubelfeier der Anstalt 1870 zur Vermehrung der vorhandenen 40 Freitischstellen.
5. Die Dudenstiftung, begründet 1905 beim Xusscheiden des Direktors Dr. K. Duden aus dem Amte. Betrag zuletzt 150 Mk. jährlich.
6. Die Fritz Webert⸗Stiftung, errichtet 1918 von dem Buchhändler X. Webert zum Andenken an seinen verstorbenen Sohn, den Untertertianer Fritz Webert. Betrag jährlich 100 Mk.
7. Die Klippert⸗Stiftung, begründet 1918 von ehemaligen Schülern anläßlich des 50 jährigen Dienstjubiläums des Lehrers der Anstalt, Geh. Rat Dr. Klippert. Betrag zuletzt 250 Mk. jährlich.
S. Karl⸗Elise Gonnermann⸗Stiftung, errichtet 1922 bei der Einweihung der Gedenktafel für die im Weltkriege gefallenen Lehrer und Schüler der Anstalt von dem Rektor Gonnermann zum Andenken an seinen Sohn. Betrag 50 Mk. jährlich.
Die einzige Stiftung, die heute noch ihren alten Wert hat, ist das
9. Städtische Stipendium, das vom Magistrat der Stadt Hersfeld bei der Einweihung des neuen Gymnasialgebäudes 1910 gestiftet wurde. Durch dasselbe wird einem bedürftigen und würdigen, in Hersfeld beheimateten Schüler Freischule gewährt.
k. Berufsberatung.
Eine Berufsberatung fand durch den dazu eingesetzten Ausschuß statt, der aus Lehrern und ehemaligen Schülern besteht.


