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Hilfswerk. Ein Erlebnis in dieser Werbewoche war für die Schulgruppenmitglieder der Vortrag der Dichterin Maria Kahle.
Vor Ostern fand eine Werbeveranstaltung für die Quintaner in der Aula statt, in der St.⸗R. Kropp über die Ziele des V. D. X. sprach und Herr Karl Wiegand einen Lichtbildervortrag über seine Reise ins Banat und Siebenbürgen hielt.
Man darf in der Betätigung der V. D. AX.⸗Schulgruppen eine willkommene Ergänzung des Unterrichts sehen, nachdem die neuen Lehrpläne auf die Behandlung des Auslanddeutschtums im Unterricht so großen Wert legen.
Die Spielnachmittage und Schulwanderungen wurden den Bestimmungen gemäß abgehalten. Dreimal führten uns Schülervorstellungen in das Staatliche Theater in Kassel; wir verbanden damit Wanderungen im Park von Wilhelmshöhe. Ueber den Sportbetrieb ist unter„Turnen“ berichtet. Rudersport kann auf der Fulda wegen der Untiefen, des außerordentlich stark Benunnen Laufes und der vielen, kurz auf einander folgenden Wehre nicht ausgeübt werden.
Um die Gesundheit namentlich der Fahrschüler zu fördern, die nach Schulschluß noch l ängere Zeit auf ihren Zug warten müssen, ist auf Anregung von Stud.⸗Rat Rudolph ein Milchverkauf eingerichtet. Die Schüler können gegen geringes Entgelt zum Frühstück warme Milch erhalten, wovon etwa 30% Gebrauch machen. Auch hier hat die Vereinigung ehemaliger Klosterschüler die Mittel für die erste Einrichtung in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Nusgegeben wurden 3100 Liter Milch in 12304 Portionen.
Eine regelmäßige ärztliche Ueberwachung der Schüler fand nicht statt.
i. Schulgeld, Freistellen, Hilfsbücherei, Stiftungen.
Das Schulgeld beträgt jährlich 200 RM., die in Monatsraten zu zahlen sind. Eltern, die mehrere Kinder auf höhere Schulen oder Hochschulen schicken, haben Anspruch auf gesetzliche Ermäßigung und zwar für das zweite Kind 25%, für das dritte 50%, für alle folgenden 100%. Außerdem können Schulgeldbefreiungen und Erziehungsbeihilfen an würdige und bedürftige Schüler gewährt werden. Für soziale Zwecke stehen im ganzen 20% des Schulgeldaufkommens zur Ver⸗ fügung. Die Zahl der Freistellen betrug im Sommer: 11 ganze, 5 dreiviertel, 30 halbe, 49 ein⸗ viertel; im Winter: 9 ganze, 5 dreiviertel, 34 halbe, 57 einviertel.
Die Schülerhilfsbücherei ist begründet im jahre 1921, sie steht unter Leitung von Studien⸗ Rat Fromme. Der Grund wurde gelegt durch Zusammenschluß der Eltern, die ein größeres Kapital für die ersten Büchereinkäufe zusammenbrachten; dadurch wurde es ermöglicht, den Eltern aus dem verarmten Mittelstande die Kosten für das Studium ihrer Söhne zu erleichtern. Gegen eine Eintrittsgebühr von 15 Mk. kann ein Schüler während seiner Gymnasialzeit sämtliche Schulbücher leihweise aus der Bücherei entnehmen. Mittellosen, begabten Schülern kann diese Vergünstigung auch ohne Eintrittsgeld gewährt werden. Seitdem Staatsmittel zur Verfügung stehen, können wir weitgehend den minderbemittelten Schülern Hilfe leisten. Gegenwärtig beträgt die Zahl der Benutzer 235, denen rund 2020 Bücher ausgehändigt sind. Außerdem ist ein Reservebestand von 1718 Büchern zum Ersatz für verbrauchte Bücher und für die im Laufe des Schuljahres eintretenden Schüler vorhanden. Die hohe Zahl der Benutzer der Bücherei beweist, daß die Einrichtung zeit⸗ gemäß ist und den Beifall der Eltern gefunden hat.
Die Schaffung der Leihbücherei ist auch nicht ohne pädagogische Bedeutung; zunächst haben die Schüler in der Lektüre dieselbe Ausgabe in den Händen, ferner wird dem Bücherhandel unter


