Jahrgang 
1925
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17

f. Befreit waren:

vom künstlerischen Unterricht: O vom Religionsunterricht: 1 vom Turnen:

a) überhaupt b) von einz. Uebungen

im Sommer im Winter im Sommer im Winter

auf Grund ärztl. Zeugn. 11 12 2 3

insgesamt: 11 12 2

aus and. Gründen V V V

in% der Schülerzahl 2,1 2,3 0,4 0,6

Aus rituellen Gründen waren é jüdische Schüler an den Samstagen vom Unterricht befreit.

g.

Freiwilliger Unterricht fand nicht statt.

h.

Die Schülerselbstverwaltung wurde durch einen Schülerausschuß ausgeübt, in den jede Klasse zwei Vertrauensmänner entsendet, die durch geheime Wahl festgestellt werden. Die Ver- trauensleute vermitteln den Verkehr der Klasse mit den Lehrern, bereiten Schulveranstaltungen und Schulfeste vor und besorgen den Ordnungsdienst. Die mit der Einrichtung gemachten Erfahrungen sind im allgemeinen gute.

Die bei der eigenen Verwaltung ihrer Angelegenheiten von den Schülern gewonnene Erfahrung und Uebung kam besonders den bestehenden Schülervereinen zu gute. Dies sind:

1. Der Gymnasial⸗Turnverein. Er ist 1848 gegründet, konnte also 1923 die Feier seines 75 jährigen Bestehens veranstalten, die in größerem Kreise festlich begangen wurde. Im Berichtjahre bestand der Verein aus 28 Mitgliedern(O OIII) und 25 Zöglingen(UIIIIV). Er hat volle Selbst- verwaltung, in Zweifelsfällen wendet sich der Vorstand an den Protektor, St.⸗Ass. Schmidt. Zweimal in der Woche finden Uebungen statt, von denen eine freiwillig ist. Es wurde straff und mit sehr gutem Erfolge geturnt, wie sich bei den sportlichen Veranstaltungen zeigte, an denen der Verein teilnahm. Beim Bezirksturnfest der Deutschen Turnerschaft in Breitenbach a. H. und beim Sportfest in Niederaula wurden alle 46 Teilnehmer aus dem G. T.V. durch Preise ausgezeichnet, ebenso holten sich die Mitglieder Preise beim Sportfest in Melsungen und bei Schwimmwettkämpfen. Einer Mann⸗ schaft des G. T. V. gelang es beim Rhönturnfest auf der Wasserkuppe im 4 mal 100 Mtr.⸗Staffellauf den Staatswanderpreis zu erringen. Auch am Hermannslauf der D. T. nahm der Verein teil.

2. Das Gymnasial⸗Blasorchester besteht ebenfalls schon seit vielen Jahrzehnten, wie der Turn⸗ verein unter völliger Selbstverwaltung. Protektor ist St.⸗R. Preime, Kapellmeister war im Berichtjahr Sauer Ul, die Mitgliederzahl betrug 26. Für erfolgreiche Bemühungen bei den Uebungen sind wir unserm Hausmeister Kohlepp, einem ehemaligen Militärmusiker, zu großem Danke verpflichtet.