Jahrgang 
1915
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Adolf Scheffer, der als Marburger läger am 7. November schwer verwundet wurde und am 11. Dezember in Aachen seinen Leiden erlag.

Die zurückgebliebenen Schüler waren ebenfalls bei jeder Gelegenheit gern bereit, dem Vaterlande ihre Dienste zu widmen. Sie stellten sich, besonders die Mitglieder der Jugendwehr, des Wandervogels usw., der Militärbehörde und der Polizei zu Boten- gängen und zum Nachrichtendienst zur Verfügung, sie zogen begeistert mit hinaus und verrichteten landwirtschaftliche Arbeiten, sie halfen auf dem Bahnhof, wenn es galt, die durchfahrenden Truppen in den Eisenbahnzügen zu erquicken, und es war erfreulich zu beobachten, mit welcher Hingabe sie all diese Obliegenheiten vollzogen. Als dann die Jugendkompagnie zusammengestellt wurde und ihre militärischen Uebungen begann, waren sie auch hier eifrig bei der Sache und halten auch heute noch unermüdlich daran fest, während die übrige Kompagnie ihre Tätigkeit leider eingestellt hat. Galt es zuͤr Linderung der Not des Krieges oder sonst zu vaterländischen Zwecken beizusteuern, so brachte jeder sein Scherflein aus der Sparkasse, um das Seinige beizutragen. S0 wurden für die Marinespende und für die Emdenspende ziemlich beträchtliche Summen aufgebracht. Das Interesse der Schüler und ihr Verständnis für die ernsten und in vaterländischer Hinsicht so wichtigen Vorgänge zu erwecken und zu erhalten, ließen die Lehrer sich besonders angelegen sein; auf wichtige Ereignisse wurde in den Klassen hingewiesen, großie Waffenerfolge unserer tapferen Truppen durch Ausfall des Unterrichts und kurze Feiern eindrucksvoll hervorgehoben. Daneben freilich galt es auch, der Schwere der Zeit entsprechend, unsere Schüler zur Erfüllung ihrer Aufgaben anzuhalten, und ihnen zum Bewußtsein zu bringen, daß jeder Zurückbleibende, vornehmlich aber die Jugend der höheren Schulen durch die Hingabe an treue, eifrige Arbeit eine hohe vaterländische und sittliche Pflicht zu erfüllen hat. Der gesunde Sinn unsrer Jungen hat sie hier leicht das Richtige finden lassen, und wir dürfen hoffen, daß sie nicht ohne Nutzen für ihre Charakterentwickelung aus dieser großen Zeit hervorgehen werden.