Jahrgang 
1914
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3 IIl Zur Geschichte der Schule.

Das Schuljahr begann am 18. März mit der Kufnahmeprülung. An 2 Nach- mittagen im Juni mußte der Unterricht der Hitze wegen ausfallen. Die früher getrennte Quarta wurde wieder vereinigt, die Oberprima für das Sommerhalbjahr getrennt.

Herr Professor Wassermeier konnte nach Wiederherstellung seiner Gesund- heit einen Teil seines Unterichts wieder aufnehmen. Die wissenschaftlichen Hilfslehrer Herren Nierenköther und Wirbelauer verblieben an der Anstalt; zur Vertretung erkrankter Lehrer wurden die wissenschaftlichen Hilfslehrer Herren Lendle und Dr. Heiler überwiesen.

Dem pädagogischen Seminar gehörten an die Herren Dr. Emil Dienstbach, Wilhelm Lohmann, Dr. Heinrich Ries, Wilhelm Strippel, Dr. Josef Welz, Ludwig Wendhausen. AKußer dem Direktor waren als Seminarlehrer be- stellt die Herren Prof. Dr. Schaaff, Prof. Kühnemuth und Oberlehrer Kropp.

Herr Rudolph beendete sein Probejahr zu Michaelis; er blieb auch während des Winterhalbjahres an der Anstalt.

Zu einer Uebung als Reserveoffizier war Herr Oberlehrer Dr. Klauer im An- schluß an die Sommerferien bis zum 18. September beurlaubt; seine Vertretung war Herrn Rudolph übertragen.

Wegen Krankheit mußten zwei Lehrer dem Unterricht fernbleiben: Herr Prof. Dr. Richter während des Sommers(vertreten durch Dr. Heiler) und Herr Prof. Sonne während des ganzen Schuljahres(vertreten durch Herrn Lendle.)

Herr Zeichenlehrer Falk war infolge seiner Einberufung zum Turnlehrerkursus in Spandau bis zum 1. November beurlaubt; ihn vertrat Herr Schild, dem wir für seine treuen Dienste zu Dank verpflichtet sind.

Einschneidende Veränderungen im Lehrerkollegium traten am Schluß des Sommer- halbjahres ein. Zunächst verließen die Anstalt die Herren Wirbelauer und Dr. Heiler; ersterer ging an das Realgymnasium in Cassel über, letzterer an das Gym- nasium in Dillenburg. Beiden sei an dieser Stelle nochmals der Dank für ihre Be- mühungen um die Förderung unserer Schüler ausgesprochen.

Sodann trat Herr Prof. Dr. Richter, der dem Lehrerkollegium seit Ostern 1901 angehört hat, in den wohlverdienten Ruhestand. Wie in seinen früheren Stellungen hat er sich auch an unserer Anstalt die Anhänglichkeit seiner Schüler und die Achtung seiner Amtsgenossen und Vorgesetzten in so hohem Mafße erworben, daß alle ihn un- gern scheiden sahen. Seine erfolgreiche Tätigkeit fand Anerkennung durch die Ver- leihung des Rgl. Kronenordens 5. Klasse.

Den schwersten Verlust traf unsere Anstalt dadurch, daß zum 1. Oktober v. Is. der bisherige Direktor, Prof. Dr. Karl Steiger, auf sein Ansuchen in den Ruhestand ver-