Jahrgang 
1914
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b) Gesang. 7 Std. Die gesangfähigen Schüler waren in 3 Abteilungen ver- teilt. Die 1. Abteilung umfaßte Schüler der oberen Klassen, für sich ein Männerchor. Zur 2. Abteilung gehörten Schüler der mittleren und unteren Klassen, die als Sopran und Alt mit der ersten zusammen einen gemischten Chor bildeten. Die 3. Abteilung umfaßte die Quintaner und Sextaner. Als Uebungsstoff dienten in den ersten Abteilungen mehrstimmige Lieder kirchlichen oder weltlichen Inhalts, Volks- und Vaterlandslieder, daneben Gesangwerke, die mit oder ohne Begleitung von Instrumenten bei den Schul- feiern und der Abendunterhaltung zum öffentlichen Vortrag kamen. Im Anschluß an die einzuübenden Chöre wurden theoretische Belehrungen gegeben, von bedeutenden musikalischen WerkenManasse von Hegar erläutert. Den Schülern der 1. Abteilung wurde auch einiges aus der Musikgeschichte und musikalischen Formenlehre mitgeteilt. In den anderen Abteilungen wurden Noten und Pausen, Takt- und Tonarten gelernt, Tonleiter-, Treff- und Vortragsübungen vorgenommen, Choräle, Volks- und Vaterlands- lieder eingeübt. Zur Uebung im melodischen, rhythmischen und harmonischen Hören diente das Musik-Diktat. Als Uebungsbücher wurden benutzt das Chorbuch von Sering und das Liederbuch von Noack.

c) Zeichnen. RKus räumlichen Gründen waren die Quarta und die Quinta in je 2 Abteilungen geteilt. Am wahlfreien Zeichnen nahmen teil: in OI: 3, in OII: 2, in UIla: 1, in UIIb: 4 Schüler. Zu Ostern 1913 fand eine dreitägige Ausstellung von Schülerzeichnungen statt, die besonders von den Eltern der Schüler viel besucht wurde.