Jahrgang 
1913
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III. Zur GCeschichte der Schule.

Das Schuljahr begann am 15. April mit der Aufnahmeprüfung, die Ferien hatten die im vorigen Jahresberichte S. 21 angegebene Lage und Dauer. Der Unterricht brauchte in diesem Jahre niemals der Hitze wegen ausgesetzt zu werden.

Die wissenschaftlichen Hilfslehrer Herren Dr. Völsing und Nierenköther blieben auch während des abgelaufenen Schuljahres im Lehrerkollegium; zur Vertretung eines beurlaubten Lehrers trat neu ein der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Otto Wirbelauer. Dagegen gab Herr Volksschullehrer Heinemann, der seit Jahren an unserer Schule nebenamtlich Unterricht besonders im Turnen erteilt hatte, diese Tatigkeit Ostern 1912 auf. Für seine treue und erfolgreiche Mitarbeit bleibt ihm der Dank der Schule gesichert.

Zu Professoren ernannt wurden die Herren Oberlehrer Möhl am 10. Juli 1912 und Oberlehrer Kühnemuth am 12. Dezember 1912; jenem wurde am 30. Juli 1912, diesem am 16. Januar 1913 der Rang der Räte IV. Klasse verliehen.

Dem pädagogischen Seminare wurden als Mitglieder überwiesen die Herren Dr. Otto Braunstein, Walter Fasold, Dr. Paul Erfurth, Dr. Rudolf Manns, Adolf Schmidt, Heinrich Schütrumpf, Dr. Willy Sellner und Hermann Theis. Außer dem Direktor waren als Seminarlehrer bestellt die Herren Professor Dr. Stamm, Professor Kühnemuth und Oberlehrer Kropp.

Zu Michaelis wurde der Schule der Probekandidat Herr Wilhelm Rudolph überwiesen, der jedoch zunächst aus gesundheitlichen Gründen bis Weihnachten beurlaubt werden mußte.

Zu einer militärischen Dienstleistung war Herr Dr. Völsing von Ostern bis zum 6. Juni beurlaubt; seine Vertretung übernahm der Probekandidat Herr Dr. Eduard Feyerabend.

Zur Wiederherstellung seiner Gesundheit war Herr Professor Wassermeier während des abgelaufenen Schuljahres beurlaubt; desgleichen vom Januar ab bis Ostern Herr Professor Sonne. Die Vertretung jenes übernahm Herr Wirbelauer, die Ver- tretung dieses Herr Professor Stamm und Herr Schütrumpf. Im übrigen war der Gesundheitszustand bei den Lehrern gut; auch bei den Schülern kann derselbe als be- friedigend bezeichnet werden.

Unter Führung mehrerer Lehrer unternahmen am 20. und 21. Juni über 100 Schüler der oberen Klassen eine zweitägige Turnfahrt. Am ersten Tage ging es über die Boyneburg, Netra und den Heldrastein nach Treffurt; von dort am zweiten Tage über Waldkappel auf den Meißner, von hier durch das Höllental über Albungen zurück. Die ganze Turnfahrt hatte einen sehr schönen Verlauf und hinterließ bei allen Teilnehmern die angenehmste Er- innerung. Mit den Schülern der übrigen Klassen unternahmen die Klassenlehrer oder Ver- treter derselben am 20. Juni Ausflüge an schöne Punkte der Umgegend.