Jahrgang 
1912
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III. Zur Geschichte der Schule.

Das Schuljahr begann am 20. April mit der Aufnahmeprüfung; die Ferien hatten die im vorigen Jahresberichte S. 20 angegebene Lage und Dauer. Wegen großer Hitze wurde vom 8.12. August sowie am 6. September von 10 Uhr, am 7. Juli, am 14., 22., 28. Au- gust und am 7. September von 11 Uhr ab, am 4. und 8. September nachmittags der Unter- richt ausgesetzt.

Wie bereits im vorjährigen Programm(S. 13) mitgeteilt, schied Ostern 1911 aus dem Kollegium Herr Professor Winchenbach; durch die Gnade Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde ihm als Anerkennung der geleisteten Dienste der Rote Adler-Orden IV. Klasse verliehen. An seine Stelle trat Herr Professor Sonne*). Gleichzeitig trat auch Herr Zeichenlehrer Lin dow, der schon längere Zeit hatte vertreten werden müssen, in den Ruhe- stand. Herr Lindow hat 43 Jahre im öffentlichen Dienste, 7 ½ Jahre an der hiesigen höheren Bürgerschule, demnächst aber 29 Jahre an unserem Gymnasium in stets gleichbleibender Treue und Hingebung gewirkt. Er hat es verstanden, sich die Liebe und Zuneigung seiner Schüler zu gewinnen; den Lehrern war er ein lieber, wertgeschätzter Kollege. In Anerkennung seiner Dienste wurde ihm der Königliche Kronenorden IV. Klasse verliehen. Mit der Ver- sehung der erledigten Zeichenlehrerstelle wurde Herr Lehrer Falk beauftragt.

An Stelle des Kandidaten Herrn Dr. Joseph Schmitt trat der Kandidat Herr Peter Aumüller, der jedoch zum Herbst wieder aus dem Kollegium schied, um seiner militä- rischen Dienstpflicht zu genügen. Für ihn wurde der Probekandidat Herr Dr. Georg l- sing der Anstalt überwiesen.

Dem pädagogischen Seminar wurden als Mitglieder überwiesen die Herren Dr. Edu- ard Feyerabend, Dr. Otto Feyerabend, Dr. Erich Pringal, Otto Rasch, Dr. Adolf Steinbrecher, Dr. Friedrich Wag a. Außer dem Direktor waren als Seminar- lehrer bestellt die Herren Professor Dr. Stamm und die Oberlehrer Kühnemuth und Reime.

Zu einer militärischen Dienstleistung war Herr Dr. Preime vom 1. April bis 26. Mai beurlaubt, die Vertretung übernahmen die Kollegen.

Wegen ungünstiger Gesundheitsverhältnisse mußte Herr Professor Sonne vom 9. Juni ab bis zu den Weihnachtsferien beurlaubt werden; auch von da bis Ostern konnte er

*) Julius Sonne, der Herbst 1882 am Gymnasium zu Hersfeld in das Lehramt eingeführt wurde, verließ diese Anstalt Ende Oktober 1888(S. die betr. Programme) und war an den Gymnasien zu Cassel, Ha- damar, Marburg, Rinteln und Dillenburg bis zum Herbst 1891 als Hilfslehrer tätig, worauf er am Gymnasium zu Fulda definitiv angestellt wurde. Ostern 1911 wurde er an das Gymnasium zu Hersfeld versetzt..