Jahrgang 
1909
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Untersekunda a.

Klassenlehrer: Professor Dr. Stamm.

1. Religionslehre, a) protestantische: 2 St. Eingehende Behandlung der Berg- predigt und Einprägung derselben. Behandlung der Gleichnisreden Jesu. Kirchengeschichte von 1648 an mit Einschluß des Kirchenliedes. Wiederholung des Katechismus und der ge- lernten Psalmen, Sprüche und Lieder. Möhl. b) katholische: 2 St. Das dritte Hauptstück (von den Gnadenmitteln etc.) nach dem Katechismus von Schmitz. Geschichtliche Charakter- bilder aus dem christlichen Mittelalter. Kirchenlieder. Goldbach. 2. Deutsch. 3 St. Gelesen wurde Schillers Glocke, die auch z. T. auswendig gelernt wurde. Schillers Tell und Jungfrau von Orleans, sowie Gedichte aus dem Lesebuch für Untersekunda, besonders von den Dichtern der Befreiungskriege. UÜbungen im Dispo- nieren. 10 Aufsätze. Richter. Aufgaben für die Aufsätze:

. Ariovist in Gallien vor Cäsars Prokonsulat.

. Vergleich der Gedichte Taucher und Handschuh.(Klassenaufsatz.)

Wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu helfen(mit Hilfe der Form der Chrie.)

. Ein bedeutungsvoller Traum(nach Xen. Anab. III,1)(Klassenaufsatz.)

. Die Feuersbrunst, Schilderung nach Schillers Lied von der Glocke.(Klassenaufsatz.)

. Womit macht uns der Prolog zur Jungfrau von Orleans bekannt?(Klassenaufsatz).

. Früh übt sich, was ein Meister werden will.

Die Monologe Kassandras und Johannas(Jungfrau von Orleans IV, 1).(Klassenaufsatz.)

Mit welchem Recht kann Johanna behaupten, Gott habe stets den Hirten gnädig sich erwiesen?(Klassen-

aufsatz.)

. Mit welchen Gründen verteidigt Rudenz in Schillers Wilhelm Tell seine Anhänglichkeit an österreich? (Klassenaufsatz.)

3. Lateinisch. 7 St. Einige ausgewählte Stücke aus Ovids Metamorphosen, Ciceros Rede über den Oberbefehl des Kn. Pompejus. Livius VII. Auswahl. Gramma- tische Wiederholungen und Ergänzungen und mündliche sowie schriftliche Ubersetzungen in das Lateinische aus Ostermann-Müller IV. Teil 2. Abt. Jede Woche eine schriftliche UÜber- setzung ins Lateinische, meist Klassenarbeit. In jedem Vierteljahr eine schriftliche Übersetzung ins Deutsche. Richter.

4. Griechisch. 6 St. Xenophon, Anabasis Ill und IV mit Auswahl. Homer, Odysee, IX mit Auswahl.(4 St.) Wiederholung der gesamten Formenlehre. Syntax des Nomens, sowie die notwendigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre.(2 St.) Alle 8 Tage eine schriftliche Ubersetzung ins Griechische. Richter.

5. Französisch. 3 St. Wortstellung, Rektion der Verben, Gebrauch der Zeiten und Modusformen, Adjektiv, Adverb, Infinitiv, Partizip und Pronomen nach der Sprachlehre von Ploetz und die dazu gehörigen Ubungsstücke in Ploetz-Kares' UÜbungsbuch B. Alle 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. Kropp.

6. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Deutsche Geschichte vom Regierungs- antritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der preu-

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