Jahrgang 
1904
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Beginn des Schuljahres wurde die erxähnte Hülfslehrerstellein eine Oherlehrerstelle verwandelt und der bisherige Wissenschaftliche Hülfslehrer Kühnemuth zum Oberlehrer ernannt. Uber seinen bisherigen Lebensgang teilt Oberlehrer Kühnemuth folgendes mit Kühnemuth, Gustar, gaharen am er. Ilirz 1871 a mubarahausen, Kreis achwore, ernar un dem Gyumasiam au Heiltenetodt 1892 das Zeugni: der Reite und stulierts dann zu Marhurg und Barlmn Thaclocie, Garrliehte und Deutech. Nuchdem er im Iinter 1807,s aie thealogisehe Prütung au Marhurg und Cassel und imn Sanmmer 1898 die rüfung Pwo faculzate dacendi in MNarburg bastanden hatte, wurde er Herhat 18us dem Kpl Seminar und dem Friedriehsgymmasium zu(asel aur Ableistung de Seminasjatrs und ein Jahr später dem dortigen wazinm als eandidatus pradandus überwieten. Van Oktobar 1900 lis Märe 130¹ nahm er am Turnkursms Tarnlehrardiliungeanstalt ꝛu Berlin teil und war dann bis Oetem 1903 als Wisenschattlicder Hultslehrer nrium an Ilanau tätig. Iu gleieher icenschaft Osterm 1003 an das Gyummsium zu Ilersfald vorstet, wurde er lier im Alai aum Oberlehrer ermanut.

Dr. Berlit mugte leider schon vor dem Beginn der Sommerferien aus Gesundheits. rüeksiehten seine Arbeit einstellen, und da ihm auch die Ruhe der kerien die gewünsehte Kräftigung nicht gebracht hatte, so wurde ihm ein weiterer Urlaub bis zum Sehlub des Sommerhalbjahres gewührt und weiterhin wurde ihm gestattet, das Probejahr in Wiesbaden 2u beendigen. Wir becauern es lebhaft, dab Dr. Berlit, der mit soviel Lust und liebe zur Sache hier, wo der Name seines Vaters in so ehrenvollem Andenken steht, seine Tätigkeit angetreten hatte, unsre Anstalt so bald hat verlassen müssen.

Auit der Vertretung des Dr. Berlit wurde bis zum Sehlus des Schuljahres Herr Pfarrer Arend betrant. Die Anstalt ist inm 2u großem Dank verpfliehtet, dab er auch jetzt wieder, wie schon eimmal im vorigen Jahre, durch Seine bereitwillig geleistete Aushülfe, es uns möglich gemaeht hat, ohne zu grobe Belastung der Kollegen die Klassenaufgaben durehzuführen.

Um die Veründerungen im Lehrkörper zusammemzufassen, berichte ich an dieser Stelle noch, das zu Beginn des Winterhalbjahres dem Wissenschaftliehen Hülfslehrer Kropp die Verxaltung der freien Oberlehrerstelle übertragen worden ist.

Vom 27. bis zum 29. Mai einschiieglich unterzog der Kgl. Proxinialschulrat Dr. Kaiser die Anstalt einer eingehenden Besichtxgung. In einer Konforens teilte er dann seine Wahrnehmungen mit und knüpfte daran einige didaktische Ratschläge. Das Ergebnis der Besichtigung konnte er, alles zusammenfassend, als ein erfreuliehes bezeichnen.

Die Sommerferien dauerten von Sonntag dem 5. Juli bis Montag den 3. August.

Der Sedantag wurde in gewohnter Weise gefeiert. Am Vorabend des Festes führte die Gymnasiastenkapelle den Zapfenstreich aus und in der Frühe des Festtages selbst ließ sie die fröhliehen Weisen des Weckrufs durch die Straßen der Stadt erkjngen. Um 11 Uhr kand unter groler Beteiligung der Bürgerschaft die Feier in der Aula statt, bei der der Oberprimaner Kurl Sehmidt in freiem Vortrage darlegteWie es zum Französischen Kriege kam-, Am Nachmittage zogen sämtliche Sehiler in Begleitung inrer Lehrer unter dem Vortritt unsrer Musikkapeile zu einem gemeinsamen Spaziergang aus, von dem sie sich vei der Heimkehr in derWaldschenke erfrischten. Hier hutten sieh auch viele Angehörige unsrer Schüler und sonstige Freunde der Anstalt eingefunden. Am Abend versammelten sich die Schüler der drei oberen Klassen mit ihren Lehrern au einem Festtrunk in der schön geschmückten Turnhalle.

Am s. September nahm Herr Alaler Jung im Auftrag des Herrn Ministers eine Revision des Leichenunterrichts vor.