Unterricht erteilten besondere Schwimmlehrer. Von 84 Schülern, die Unterricht erhielten, schwammen sich 42 frei. b
b) Singen: 7 St. Die Schüler waren in fünf Gesangabteilungen verteilt. Zur 1. Abteilung, für sich ein Männerchor, gehörten die meisten Schüler der oberen Klassen; Zur 2. Abteilung gehörten Schüler der mittleren und unteren Klassen, die als Sopran und Alt mit der 1. Abteilung zusammen einen großen gemischten Chor bildeten; zur 3. und 4. Abteilung zählten Schüler aus I1 bis IV, die entweder nicht genügend vorbereitet oder nicht hinreichend begabt waren für die ersten Abteilungen. Die 5. Abteilung umfaßte V und VI. Der UÜbungsstoff der ersten Abteilungen bestand in mehrstimmigen Liedern religiösen oder weltlichen Inhalts, in Volks- und Vaterlandsliedern, namentlich aber in solchen Gesang- kompositionen mit oder ohne Begleitung von Instrumenten, die bei feierlichen Gelegenheiten oder Schulfesten öffentlich vorgetragen wurden. Für die anderen Abteilungen diente als Stoff die Kenntnis von Noten und Pausen, Takt- und Tonarten, sowie das Singen von Ton- leitern, Treff- und Vortragsübungen, Chorälen, Volks- und Vaterlandsliedern. UÜbungsbücher waren die Gesangschule von Schulz und das Liederbuch von Noack. Die 1., 2., 3. und 5. Abteilung unterrichtete Berge, die 4. Abteilung Heinemann.
c) Zeichnen. Für die Schüler der Gymnasialklassen von Untersekunda aufwärts war ein nicht verbindlicher Zeichenunterricht in wöchentlich 2 Stunden eingerichtet. Ein Teil der Schüler zeichnete oder malte in Wasserfarben Teile von Pflanzen, plastische Orna- mente, Gefäße, ausgestopfte Vögel, Teile des Gymnasialgebäudes und dessen näherer Um- gebung ete. Eine andere Abteilung von Schülern wurde geübt in der projektivischen Dar- stellung geometrischer Körper in verschiedenen Ansichten mit Schnitten und Abwickelungen. Es besuchten den Unterricht im Sommersemester 13, im Wintersemester 10, im ganzen 14 Schüler. Lindow.


