Jahrgang 
1897
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NI. Stiflungen und Anterstützungen von Schülern.

Es bestehen an der Anstalt 40 Freitischstellen, welche bedürftigen Schülern, die sich durch Fleiß und gutes Betragen auszeichnen und vermöge ihrer An- lagen für einen wissenschaftlichen Beruf ausreichend befähigt sind, verliehen werden. Unter denselben Bedingungen kann auch das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen werden. In der Regel werden diese Wohlthaten nicht im ersten Jahre des Schulbesuches verliehen. Die Bewerber haben ihre von Zeugnissen über die Bedürftigkeit ihrer Söhne oder Pflegebefohlenen begleiteten Gesuche spätestens 14 Tage vor dem Semesterschluß dem Wnterzeichneten einzureichen, und zwar sind die Gesuche um Verleihung des Freitisches an das Königliche Provinzial-Schulkollegium(zu Händen des Gymnasialdirektors), die um Schulgeldbefreiung an den Königlichen Gymnasial- direktor zu richten.

Von sonstigen Stiftungen bestehen an der Anstalt:

1. Das Molitorsche Familienstipendium. Es wurde dem Studiosus der Theologie und Philologie Georg Schüler verliehen.

2. Die Münscherstiftung. Das Stiftungskapital beträgt am Ende des Rechnungsjahres 1896,97 2968,94 Mark; es ist, soweit angängig(2800 Mk.]), in das Staats- schuldbuch eingetragen worden. Das Stipendium wurde mit je 57 Mark den Oberprimanern Justus Herwig und Walter Kürschner bewilligt.

3. Das Schimmelpfennigsche Familien-Benefizium. Dieses beträgt 12,19 Mark; es wurde dem Oberprimaner Justus Herwig verliehen.

Außerdem ist eine neue Freitischstelle in der Bildung begriffen. Das Kapital hat sich durch Zinseszuwachs und durch eine Zuwendung aus dem Ertrage einer Schüler- aufführung von 1825 Mark auf 1900 Mark vermehrt.

WII. Mitteilungen an die Eltern und die Schüler.

Das abgelaufene Schuljahr war das erste, in dem die Einrichtung der Realparallel- abteilungen ganz durchgeführt war. Am Schluß des Schuljahres machten die diesem Nebenkursus angehöõrigen Schüler, wie oben Seite 26 berichtet, unter dem Vorsitz des