3) älbersicht
über die während des Schuljahres durchgenommenen Lehraufgaben.
A. GymnasialklaSSen.
Prima. Oberprima.
Ordinarius: Prorektor Professor Dr. Schmidt.
1. Religionslehre, a) protestantische: 2 St. Erklärung des Römerbriefes, des Briefes Jakobi und zum Teil des Hebräerbriefes, stellenweise unter Heranziehung des Urtextes. Glaubens- und Sittenlehre im Anschluß an die evangelischen und episto- lischen Schriften des Neuen Testaments und an die Augsburgische Konfession, Artikel 1 bis 20. Oertel. b) katholische: 2 St. Die Glaubenslehre und die Lehre von den Sakramenten nach Drehers Lehrbuch. Jestädt.
2. Deutsch. 3. St. Gelesen wurden Abschnitte aus der Hamburgischen Drama- turgie von Lessing; Goethes Torquato Tasso; Shakespeares Julius Cäsar und Richard der Dritte; Schillers Demetrius; Lessings Emilia Galotti und Nathan der Weise; Auswahl aus Goethes lyrischen Gedichten. Litteraturgeschichte: Lebensbilder Lessings, Schillers, Goethes und der bedeutendern neuern Dichter. Die Hauptlehre der Psychologie. Dispo- sitionen. Sämtliche Schüler hielten freie Vorträge. Cornelius.
Aufgaben für die Aufsätze: . Entscheidungsschlachten des Altertums. . Was ist von dem Wort des Horaz:„nil admirari“ zu halten?(Klassenarbeit.) . Die Eiche, ein Baum voll Leben und Bedeutung.
. Ir ensult niht vil gevràgen.(Klassenurbeit.)
. Wind und Wetter in der Geschichte der Völker und Staaten.
.O pr Japel⸗ Avꝓπτος 05 TAlSsberxt.(Klassenanfsatz.)
. Wodurch erscheint in der Ilias der troische Nationalcharakter dem griechischen unterthan? . Der Prüfungsaufsatz.
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Prüfungsaufsatz. Herbst 1894: Warum floh Sokrates nicht aus dem Gefängnis? Ostern 1895: Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Werk den Meister loben; Doch der Segen kommt von oben.


