Am 9. März gedachte Oberlehrer Winchenbach in einer Ansprache an die versammelte Schulgemeinde des Heimgangs weiland Kaiser Wilhelms I.
Mit dem Schluß des Schuljahres verläßt uns der Oberlehrer Oheim. Ein lang- wieriges Leiden, für das er Genesung nur bei völliger Befreiung von den anstrengenden Arbeiten des Lehrerberufes hoffen kann, nötigte ihn, um seine Versetzung in den Ruhestand für den 1. April nachzusuchen. Er ist 17 ½ Jahre im Lehrerberufe thätig gewesen, davon 9 Jahre an unsrer Anstalt. Leider hinderte ihn sein körperliches Leiden vielfach an der Ausübung seines Berufes, dem er in gesunden Tagen mit soviel Frische und Freudigkeit oblag. Unsere herzlichsten Wünsche begleiten ihn bei seinem Eintritt in den Ruhestand.
Über die Gesundheitsverhtltnisse der Lehrer und Schüller ist folgendes zu berichten.
Während des ganzen Sommerhalbjahrs war Prof. Dr. Wachenfeld wegen seines Augenleidens beurlaubt. Ganz besonders ungünstig gestalteten sich die Gesundheitsverhält- nisse der Lehrer im Mai.
Vom 1. Mai bis zum 13. Mai mußte der Wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Heer- mann, vom 1. bis zum 4. der Wissenschaftliche Hülfslehrer Stern, vom 5. bis zum 8. Oberlehrer Burhenne, vom 18. bis zum 29. Zeichenlehrer Lindow, vom 27. bis zum 30. der technische Lehrer Berge wegen Krankheit den Unterricht aussetzen.
Da nun überdies Professor Lic. Oertel auf ärztliche Anordnung wegen einer an- steckenden Krankheit(des Scharlachfiebers) in seiner Familie vom 5. Mai ab pis zu den Sommerferien die Schule nicht betreten durfte, so mußten während des ganzen Monats fast Tag für Tag 4 Lehrer vertreten werden.
Nicht viel besser war es im Juni: vom 5. Juni ab mußte Oberlehrer Dr. Sänger aus denselben Gründen wie Professor Oertel und vom 13. bis zum 26. Dr. Heermann wegen Krankheit der Schule fern bleiben.
Im August war Oberlehrer Oheim vom 18. bis zum 28., Professor Oertel vom 23. bis zum 28. wegen Krankheit zu vertreten.
Auch das Winterhalbjahr begann unter ungünstigen Gesundheitsverhältnissen der Lehrer. Professor Dr. Wachenfeld, der gehofft hatte, nachdem er das Sommerhalbjahr hindurch beurlaubt gewesen war, im Herbst seine Thätigkeit wieder aufnehmen zu können, war durch sein Augenleiden genötigt, eine Verlängerung seines Urlaubs nachzusuchen. Ebenso mußte Oberlehrer Oheim, der schon den Sommer hindurch großer Schonung be- durft hatte, für das Winterhalbjahr beurlaubt werden.
Einzelne Tage mußten wegen Krankheit der Schule fern bleiben die Oberlehrer Professor Dr. Schmidt, Hafner, Cornelius, Tiemann, Wissenschaftlicher Hülfs- lehrer Stern,I Zeichenlehrer Lindow, der technische Lehrer Berge und wiederholt Dr. Heermann.—
Der Gesundheitszustand der Lehrer kann also im ganzen nicht als befriedigend be- zeichnet werden.
Dagegen war der Gesundheitszustand der Schüler meist befriedigend; nur im De- zember und im Februar fehlte während einiger Tage eine größere Anzahl von Schülern, die Zz. T. an Influenza erkrankt waren.


