Jahrgang 
1890
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An einem Tage fehlten 147 Schüler und 7 Lehrer. Im ganzen waren in der Zeit vom 7. Januar bis zum 25. Februar 280 Schüler und 16 Lehrer krank, einige nur einen oder wenige Tage, andere zwei bis drei Wochen. Trotzdem hielt es der Unterzeichnete nach Beratung mit dem Gymnasialarzt, Herrn Kreisphysikus Dr. Vietor, und in Übereinstimmung mit dem Kgl. Provinzialschulkollegium nicht für angemessen, die Schule zu schließen. Es wurden in der Schlimmsten Zeit die Klassenreste zusammengelegt, und wenn auch auf die Weiterführung der Klassenaufgaben zeitweilig verzichtet werden mußte, so war es doch möglich, die gesunden Schüler, deren Zahl selbst an den schlimmsten Tagen doch immerhin noch die größere Hälfte bildete, zu beschäftigen und sie in geordneter Thätigkeit zu erhalten.

Am Schluß des Semesters wurde Oberlehrer Bender von einer Augenkrankheit heim- gesucht, die ihn nötigte, die letzten 4 Wochen der Schule fernzubleiben. Der Gesundheits- zustand der Schüler war am Schluß des Semesters wieder ein normaler.

IV Statistische Mitteilungen.

1. Lehrer.

Am Schlusse des Schuljahrs bilden das Lehrerkollegium folgende Personen:

a) Der Direktor Dr. Konrad Duden.

b) 6 Oberlehrer: Prorektor Professor Dr. Bernhard Schmidt, Dr. Arwed Kli ppert, Dr. Gustav Wachenfeld, Hermann Bender, Lic. Richard Ortel, Dr. Albert Becker.

c) S ordentliche Lehrer: Oberlehrer Karl MannssPhilipp Hafner, Ernst Oheim, Karl Kraatz, Karl Corneli us, Dr. Theodor Sänger, Frieédrich Bu rhenne, Dr. Heinrich Schotten.

d) 2 beauftragte Gymnasiallehrer: August Stamm, Johannes Heidsieck.

e) 3 Kandidaten: Ludwig Bätz, Eduard Jensen, Friedrich Rudolph.

f) 2 Gymnasial-Elementarlehrer: Wilhelm Berge, Karl Lindow.

Mit Erteilung von 10 Unterrichtsstunden ist beauftragt der Lehrer an der Stadtschule Konrad Völker. Außerdem erteilt Unterricht an der Anstalt der katholische Religionslehrer Kaplan Krämer.