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wir den Turnfahrten zu geben pflegen. Die Haltung der Schüler— 146 an der Zahl— war vorzüglich, und es ist nichts vorgekommen, was die Erinnerung an den schönen Ausllug trüben könnte.
Am 14. Juni verlor die Anstalt durch den Tod einen liebenswürdigen, zu den besten Hoffnungen berechtigenden Schüler, den Quintaner Oskar Schimmelpfeng. Die ganze Schule geleitete ihn zur letzten Ruhestätte..
Am 15. Juni nachmittags traf die erschütternde Kunde von dem Hinscheiden Sr. Majestät des Kaisers Friedrich hier ein. Der Unterzeichnete versammelte sofort die Schulgemeinde in der Aula, teilte ihr die Trauerbotschaft mit und wies darauf hin, wie der erhabene Dulder auf dem Kaiserthron unter den schwersten Umständen dem ganzen Volke ein leuchtendes Vor- bild des Gottvertrauens und der treusten Pflichterfällung geworden sei.
Am 30. Juni fand unter lebhafter Beteiligung des Publikums eine Gedächtnisfeier für den Hochseligen Kaiser Friedrich III. statt, bei welcher der Unterzeichnete die Gedächtnisrede hielt.
Die Sommerferien dauerten von dem 1. Juli bis zum 29. Juli.
Am 2. August wurden die Lehrer und die Beamten der Anstalt von dem zu diesem Behuf zum Kgl. Kommissar ernannten Direktor in der Aula auf Se. Majestät den König Wilhelm II. vereidigt.
Während der Monate August und September mußte der zu einer Dienstleistung als Leutnant der Reserve einberufene Gymnasiallehrer Hafner vertreten werden.
Am 1. September wurde das Sedanfest unter sehr zahlreicher Beteiligung des Publikums mit einem Schulaktus gefeiert, bei welchem der Unterprimaner Gustav Diebel eine Arbeit über die Tage von Weißenburg und Wörth vortrug. Am Nachmittag zog die ganze Schule unter den festlichen Klängen der Gymnasiastenkapelle zum Wolffschen Felsenkeller; dort wurden Freihandübungen und allerlei Turn- und Wettspiele ausgeführt. Die in regelrechtem Preisturnen errungenen Preise wurden den Siegern nach einer kurzen Ansprache von dem Unterzeichneten eingehändigt.
Am 5. September fand unter dem Vorsitz des Kgl. Provinzialschulrats, Herrn Geheimerats Dr. Lahmeyer, die Reifeprüfung statt, bei welcher allen angemeldeten Schülern das Zeugnis der Reife zuerkannt wurde.
Das Sommersemester schloß am 22. September.
Mit dem Schluß des Sommersemesters schied der Kandidat Dr. Heermann, welcher nach Zurücklegung des Probejahres noch anderthalb Jahre als unbesoldeter Hülfslehrer mit Eifer an der Anstalt thätig gewesen war, aus seiner Stellung aus, um sich Privatstudien zu widmen.
Das Wintersemester begann am 8. Oktober. Mit dem Beginn desselben trat der Kan- didat des höheren Schulamts O. Werner als Candidatus probandus in das Lehrerkollegium ein. Uber seinen Lebensgang teilt derselbe folgendes mit:
Oskar Werner, geboren am 23. Januar 1866 in Steinbach-Hallenberg, Kreis Schmal-
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