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aus dem Amte, zugleich mit dem Wunsche, daß ihm ein heitrer und sorgenfreier Lebensabend beschieden sein möge, den Dank der Anstalt ausspricht.
Mit dem 1. Juli rückten die Oberlehrer Berlit, Dr. Klippert, Dr. Wachen- feld, Bender um eine Stelle auf; zugleich wurde dem Oberlehrer Lic. Ortel die letzte etatsmäßige Oberlehrerstelle übertragen.
Am 2. Juli fand unter dem Vorsitz des Herrn Provinzialschulrats Dr. Lahmeyer eine Abiturientenprüfung für einen ehemaligen Realschulabiturienten statt. Vgl. IV, 4.
Am 10. August beehrte Herr Regierungspräsident Magdeburg die Anstalt mit seinem Besuche.
Im Laufe des Sommers machten die Schüler der Ober- und Unterprima in Begleitung ihrer Ordinarien einen Ausflug nach der Hohen Sonne und der Wartburg, die Schüler der Sekunden der Anstalt in Begleitung des Unterzeichneten und mehrerer anderer Lehrer von Allendorf über die Teufelskanzel nach der Ruine Hanstein. Beide Ausflüge können als wohl- gelungen bezeichnet werden. Mit den übrigen Klassen wurden mehrere Spaziergänge in der näheren Umgebung Hersfelds gemacht.—
Am 2. September wurde unter großer Beteiligung des Publikums der Sedantag in her- gebrachter Weise gefeiert. Der Oberprimaner Bettenhäuser sprach über das Thema: „Warum feiern wir das Sedanfest?“— Am Nachmittage des Festtages wurde ein vom herr- lichsten Herbstwetter begünstigter größerer Spaziergang gemacht, nach welchem die Schüler der oberen Klassen noch einige Stunden mit ihren Lehrern unter festlichen Ansprachen und Gesängen auf dem Felsenkeller vereinigt blieben.
Am 8. September fand unter Vorsitz des Herrn Provinzialschulrats Dr. Lahmeyer die Reifeprüfung statt; alle Abiturienten erhielten das Zeugnis der Reife.—
Das Sommersemester schloß am Sonnabend den 26. September, das Wintersemester be- gann am 12. Oktober.
Mit dem Schluß des Sommersemesters verließen uns die wissenschaftlichen Hilfslehrer Dr. R. Heermann u. Dr. Peters, ersterer um in Kassel die Stelle eines ordentlichen Gymnasiallehrers anzunehmen, letzterer um in Hanau als wissenschaftlicher Hilfslehrer thätig zu sein. Beide Herren sahen wir, Lehrer und Schüler, ungern scheiden, denn beide widmeten mit Lust und Liebe und mit sichtbarem Erfolge ihre ganze frische Kraft unsrer Anstalt. Unsre besten Wünsche begleiten sie in ihre neuen Wirkungskreise.
Mit Beginn des Wintersemesters traten folgende Lehrer ein:
1. Dr. Heinrich Schotten und Julius Menkel als wissenschaftliche Hilfslehrer, letzterer zugleich zur Vollendung seines Probejahres.
2. Otto Heermann und Heinrich Stern als candidati probandi.
Über seinen Lebensgang teilt Gymnasiallehrer Schotten folgendes mit:
Leonhard Georg Heinrich Schotten, geb. zu Marburg am 3. Juli 1856, ev. Konfession, besuchte die Gymnasien in Marburg und zu St. Nikolai in Leipzig. Dann widmete er sich in Leipzig, wo er auch seiner militärischen Dienstpflicht genügte, Breslau, Berlin und Marburg dem Studium der Mathematik, Physik und Philosophie und bestand am 16. Juni 1882 zu Marburg das examen pro facultate docendi. Nach Ableistung des Probejahres am Gymnasium in Kassel blieb er an derselben Anstalt als Hilfslehrer bis zum Herbst 1885, wo er in gleicher


