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Am 25. u. 26. August machten die Schüler der Ober- und Unterprima in Begleitung des Unterzeichneten sowie einiger anderer Lehrer einen zweitägigen Turngang nach dem Meiszner, wenige Tage später unternahmen die Schüler der Ober- und Untersekunda des Gymnasiums und des Realprogymnasiums einen Ausflug nach Wilhelmshöhe.
Am Mittwoch vor Himmelfahrt fanden in der Aula des Gymnasiums unter dem Vorsitz des Unterzeichneten die Beratungen des Vereins von Lehrern höherer Lehranstalten der Pro- vinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck statt. Über die sehr interessan- ten Verhandlungen des Vereins ist in einem ausführlichen in Druck gegebenen Protokolle berichtet worden. An dieser Stelle glaube ich nur noch den Hersfelder Bürgern, welche durch ihre Gastfreundschaft den auswärtigen Gästen den Aufenthalt in unserer Stadt so angenehm zu gestalten wesentlich beigetragen haben, wiederholt herzlichen Dank aussprechen zu sollen.
Vom 1. Juni ab bis zu den Sommerferien muszte auch in diesem Jahre der zur Dienst- leistung als Reserveleutnant einberufene Gymnasiallehrer Hafner vertreten werden.
Die Sommerferien dauerten vom 2. Juli ab 4 Wochen.
Die Feier des Sedanfestes fand am 1. September in herkömmlicher Weise statt; dem festlichen Aktus in der Aula, bei welchem der Oberprimaner Aschenbrenner den Befrei- ungskrieg von 1813 mit dem Kriege von 1870 verglich, wohnte ein zahlreiches Publikum bei.
Mit dem Schlusz des Sommersemesters traten die Kandidaten des höhern Schulamts Sonne und Dr. Linz nach absolviertem Probejahr aus ihrer Stellung aus.—
Das Sommersemester wurde am 22. September geschlossen, das Wintersemester be- gann am 8. Oktober. Während der Herbstferien verlor die Anstalt durch plötzlichen Tod einen liebenswürdigen und zu den besten Hoffnungen berechtigenden Schüler, den Quintaner Wilhelm von Manikowsky; Schüler der oberen Klassen trugen ihn zur letzten Ruhestätte.
Mit dem Beginn des Wintersemesters trat Kandidat Mascher, der bereits die Hälfte seines Probejahres in Marburg absolviert hatte, als candidatus probandus an das hiesige Gymnasium über.
Leider gestattete dem Oberlehrer Stöltzing, der schon im Sommersemester oft leidend gewesen war und seinen Unterricht hatte unterbrechen müssen, sein Gesundheitszu- stand nicht, seine Thätigkeit wieder aufzunehmen. Dank der Bereitwilligkeit, mit welcher die candidati probandi Groscurth und Mascher zunächst unter der Leitung des Ober- lehrers Klippert und dann selbstständig eine grosze Stundenzahl übernahmen, konnten in- dessen die betreffenden Unterrichtspensen doch völlig absolviert werden. Möge dem Ober- lehrer Stöltzing der von dem Königlichen Provinzialschulkollegium bezw. von dem Herrn Minister ihm gewährte Urlaub die gewünschte Kräftigung bringen und ihm den Wiederein- tritt in die ihm so lieb gewordene Berufsarbeit ermöglichen.
Am 10. und 11. November, den Tagen der Lutherfeier, beteiligte sich das Gymnasium
in corpore an den Festgottesdiensten. Auszerdem fand eine Schulfeier statt, bei welcher der Direktor die Festrede hielt.


