mit Genehmigung Grossh. Ministeriums seinem Wunsche gemäss an unserer Anstalt als Volontär, bis er mit der provisorischen Verwaltung einer Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Nidda betraut wurde(Min.-Verf. v. 22. Oktober). Noch vor seinem Weggange war er zum Lehramts- assessor ernannt worden.(Min.-Verf. vom 1. Oktober 1901).
3) Am 22. Juni wohnte der Unterzeichnete der zweiten Direktorenversammlung in Darmstadt bei und erstattete dabei den Mitbericht über die Frage: Besteht ein Bedürfnis nach besonderen Schulärzten für die höheren Lehranstalten und— bejahenden Falles— welche Obliegenheiten wären diesen Schulärzten zu übertragen?(Min.-Verf. vom 25. März 1901). Unmittelbar darauf wurde derselbe aus Gesundheitsrücksichten auf einige Wochen beurlaubt und mit seiner Vertretung mehrere Herren der Anstalt, mit der Führung der Verwaltungsgeschäfte insbesondere der dienst- älteste Oberlehrer Herr Professor Dr. Reutzel beauftragt(Min.-Verf. vom 25. Juni).
4) Im August wurde Herr Pfarrassistent Ausfeld zum evang. Pfarrer in Bensheim ernannt. An seine Stelle trat Herr Pfarrer Guyot zu Heppenheim(Min. Verf. vom 8. August).
5) Am 10. September bechrte Herr Geh. Oberschulrat Nodnagel unsere Anstalt mit seinem Besuche und wohnte in mehreren Klassen dem Unterrichte bei.
2. Schulfeierlichkeiten.
Die Allerhöchsten Geburtstage begingen wir in üblicher Weise durch Festakte, bei denen bezw. die Herren Professor Dr. Zilch und Gutzler die Festreden hielten, der erstere wirksam unterstützt durch eine grössere Reihe von Lichtbildern, die Herr Professor Dr. Horn vermittelst unseres Projektionsapparates vorführte.
Z. Abschlussprüfung.
Die diesjährige Abschlussprüfung wurde am 27. Februar unter dem Vorsitze des Herrn Geheimen Oberschulrats Nodnagel beendet. Gemeldet hatten sich 12 Untersekundaner. Abgesehen von einem einzigen, der wegen nicht genügender Leistungen während des Schuljahres zur münd- lichen Prüfung nicht zugelassen wurde, konnten alle für bestanden erklärt werden, 7 von ihnen unter Befreiung von der mündlichen Prüfung.
4. Gesundheitszustand.
Der Gesundheitszustand unserer Jugend war befriedigend; so weit die Witterung es er- möglichte, wurden regelmässige Schulausflüge unternommen, zu Schlittschuhlaufen bot sich in Folge des milden Winters leider nur einmal Gelegenheit. Wegen der grossen Hitze musste am 9., 11., 12. und 18. Juli jedesmal von der letzten Vormittagsstunde ab der Unterricht ausgesetzt werden.
S. Stipendien.
Der Verwaltungsrat der Spar- und Leihkasse für den Kreis Heppenheim gewährte für dieses Jahr wieder einer grösseren Anzahl von Schülern Freistellen. Auch die Vertretung der Stadt Heppenheim bewilligte einem Schüler der III“ eine Stelle. Beiden Körperschaften sei an dieser Stelle der gebührende Dank ausgesprochen.
Die seitherigen Inhaber von Freistellen müssen ihre Gesuche für das bevor- stehende Schuljahr erneuern. Diese Gesuche sowohl, wie neu einzureichende können nur dann auf Berücksichtigung rechnen, wenn sie bis zum 1. Mai uns vorgelegt sind. Eine besondere Aufforderung wird nicht mehr ergehen.
6. Ferienordnung für 1902/03.
Pfingstferien: 18. Mai bis 25. Mal. Herbstferien: 10. August„ 14. September.
Weihnachtsferien: 21. Dezember„ 4. Januar. Osterferien: 29. März„ 19. April.


