Jahrgang 
1913
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Unterrichtsfächer Verſasser und Titel der Lehrbücher Preis Benutzung in den Klassen 1 Erdkunde E. v. Seydlitz, Geographie, Ausgabe A: 1, 20 V V Grundzüge der Geographie. Debes, Schulatlas, Leipzig. 1,70, vI V[IVv E. v. Seydlitz, Geographie, Ausgabe B: Kleinef 2, 75 IV vuiom III Schulgeographie. V . Diercke u. Gaebler, Schulatlas. 5. V on vn Putzger, Histor. Schulatlas zur alten, mitt- leren u. neuen Geschichte. 2, R 1 e odensnoute on OII DI Rotherts Geschichtskarten. V ÜII on UI V 01 Mathematik Schellen, Aufgaben f. d. theoretische u. prak- tische Rechnen, I. Teil, bearb. v. Prof. Dr. H. Lemkes. 2,40 VI VIV V V Focke u. Krass, Lehrbuch der Geometrie, I. Tl.] 2,40 IV UIIIOIII UII II. Tl. Stereometrie. 1,80 on Focke u. Krass, Lehrb. der ebenen Trigono- V uI ol metrie. 1,55 0Il UI 01 Heis, Aufgabensammlung. 3,60 UIII 0III UII oll UI 0I Fünfstellige logarithmische und trigonome- trische Tafeln v. Dr. Schlömilch. 1,50 on on UI 01 Naturkunde Schilling, Kleine Schulnaturgesch. der dreiſ Reiche, Ausg. A. 3, 60 Iv vuuä Koppe-Hlusmann, Anfangsgründe der Phy-. sik, Ausgabe B, I. Teil. 2, 20 OIII UII II. Teil. 4,60 OII UI 01 Gesang Kleine Gesanglehre v. B. Widmann. 0,40 vI V

1) Statt der kleinen Naturgeschichte von Schilling wird von Ostern 1910 ab gebraucht derLeitfaden der Naturgeschichte von Schmeil in der Heſtausgabe.

II. Mitteilungen aus Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

Ministerial-Erlaß v. 21. 9. 1912 UII 2084.

Die Gefahren, die durch die überhand nehmende Schundliteratur der Jugend und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen, sind in den letzten Jahren immer mehr zutage getreten. Neuerdings hat sich wieder mehrfach gezeigt, daß durch die Aben- teurer-, Gauner- und Schmutzgeschichten, wie sie namentlich auch in einzelnen illu- strierten Zeitschrifteu verbreitet werden, die Phantasie verdorben und das sittliche Emp- finden und Wollen derart verwirrt worden ist, daß sich die jugendlichen Leser zu schlech- ten und selbst gerichtlich strafbaren Handlungen haben hinreißen lassen. Die Schule hat es auch bisher nicht daran fehlen lassen, mit Lallen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dieses Epel zu bekämpfen und alles zu tun, um bei den Schülern und Schülerinnen das rechte Verständnis für gute Literatur, Freude an ihren W erken zu wecken und dadurch die sittliche Festigung in Gedanken, Worten und Taten herbeizuführen. In fast allen Schu- len finden sich reichhaltige Büchereien, die von den Schülern und Schülerinnen kostenlos penutzt werden können. Aber die Schule ist machtlos, wenn sie von dem Elternhause nicht ausreichend unterstützt wird. Nur wenn die Eltern in klarer Erkenntnis der ihren Kindern drohenden Gefahren und im Bewußtsein ihrer Verantwortung die Lesestoffe ihrer Kinder einschließlich der Tagespresse sorgsam überwachen, das versteckte Wandern häß- licher Schriften von Hand zu Hand verhindern, das Betreten aller Buch- und Schreibwa- renhandlungen, in denen Erzeugnisse der Schundliteratur feilgeboten werden, streng ver- bieten und Selbst überall gegen Erscheinungen dieser Art vorbildlich und tatkräftig