Jahrgang 
1908
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und auf die höfische Epik u. Lyrik. Die Haupt- erscheinungen in der deutschen Sprache. Lektüre von Goethes Hermann u. Dorothea, Götz von Ber- lichingen und Schillers Maria Stuart. Besprechungen von Prosastücken aus Bieses Lesebuch. Weißenstein.

Aufsätze: 1) Früh übt sich, was ein Meister werden will.(fl.) 2) Hermanns Bericht über die Vertriebenen nach Inhalt und Bedeutung.(Kl.) 3) Nutzen des Reisens.(H.) 4) Warum erregt Sieg- trieds Tod unser besonderes Mitleid?(Kl.) 5) Mit welchem Rechte wird Rüdiger von Bechelaren der Vater aller Tugenden genannt?(Kl.) 6) Walter von der Vogelweide, ein deutscher Sänger und Sitten- prediger.(Kl.) 7) Seelenverfassung Maria Stuarts im ersten Aufzuge.(II.) 8) In müß'ger Weile schafft der böse Geist.(Kl.)

Lateinisch: 7 St. a) Lektüre(5 St.): Cicero pro Archia poeta. Cicero de imperio Cn. Pompei. Sallus-

tius de coniuratione Catilinaria; Vergil Aen. III, IV.

VI und ausgewählte Stücke aus den folgenden Ge-

sängen. Livius XXII Anfang.(Sämtl. Schriftsteller

wurden nach der Aschendorflfschen Ausgabe gelesen.) b) Grammatik(2 St.): Wiederholungen unter Berück- sichtigung der schwierigeren Syntaxregeln, Belehrung über stilistische Eigentümlichkeiten. UÜbersetzen aus Ostermann-Müller V.(Obersecunda u. Prima). Phrasen = nd synonymische Unterscheidungen. Wöchentlich

vlne schriftliche Ubersetzung ins Lateinische als Klas-

sen- oder häusliche Arbeit. In jedem Vierteljahr ei- ne Ubersetzung in das Deutsche als Klassénarbéit. Im S.: Gießelmann; im W: H. Widmann.

Griechisch: 6 St. a) Lektüre(5 St.) Homers Odyssee X- XIII, außerdem im Anschluß an Vergil Aen. VI: Hom. Od. XI, Passende Stellen wurden memoriert, früher memorierte wiederholt. Herodot VI, VII, VIII

(Auswahl). Xenophon Hell. IIIV(Auswahl). Sämtl.

Schriftsteller wurden in der Aschendorffschen Aus- gabe gelesen. b) Grammatik(1 St.). Abschluß der Tempus- und Moduslehre. Lehre vom Infinitiv u. Par- tizip, sowie von den Negationen. Schriftliche Uber-

setzungen abw. aus dem Griechischen und ins Griechi-

sche,, alle 14 Tage in der Klasse; daneben Ubersetz- ungen in das Griechische als häusliche Arbeiten. Im S: GießBelmann, im W. H. Widmann. Französisch: 3 St. Lektüre: Daudet, Lettres demon moulin. Sandeau, Melle de la Seiglièré. Molière,= les femmes savantes. Mündliche u. schriftliche Ubungen nach Vorschrift. Bertram. Hebräisch: 2 St. Teilnehmer: S. 6, W. 7. Das Wichtigste aus der Formenlehre; Starkes und schwa- ches Verb: UÜbungen im Lesen und Ubersetzen. Bertram. Englisch: 2 St. Teilnehmer: S. 6, W. 7. Das Wichtigste aus Formenlehre nach Fehses engl. Lehrbuch. L. 1 20. Wei Benstein. gGeschichte u. Erdkunde: 3 St. Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders des Großen und der römischen Geschichte bis Augustus mit Ausblicken auf Orient und Hellenismus. Wieder-

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holungen aus der deutschen Geschichte nach einem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen. Wieder- holungen aus der Erdkunde. S.: Gießelmann. W. Bosing. Mathematik:-4 St. Potenzen, Wurzeln, Logarithmen und imaginäre Zahlen. Schwierige Gleichungen II. Grades mit einer Unbekannten, sowie Gleichungen höheren Grades; die sich auf solche II. Grades zurück- führen lassen; Gleichungen II. Grades mit mehreren Unbekannten: Aus der Planimetrie: Schnittver- hältnisse und harmonische Teilung, Ahnlichkeits- punkte und ahnlichkeitsstrahlen nebst einschlä- gigen Aufgaben. Das Wichtigste aus der Goniome- trie. Trigonometrische Berechnung des recht winkeli- gen, gleichschenkligen und ungleichseitigen Dreiecks. Alle 3 4 Wochen eine häusliche oder eine Klassen- arbeit. Hesse. Physik: 2. Std. Wärmelehre nebst Anwendung auf Meteorologie; Magnetismus und Elektrizität, ins- besondere Galvanismus. Gundlach.

Untersekunda.

Klassenlehrer: Professor Stemmler.

Beligionslehre: 2 St. a) Kath. Abschnitte aus der Apologetik; Kirchengeschichtl. Charakterbilder aus dem I. Zeitraume Regelmäßige Wiederholungen aus dem erweiterten Katechismus. Bertram.

b) Evaug. fiel aus, da ev. Schüler fehlten.

Deutsch: 3 St. Praktische Anleitung zur Anferti- gung von Aufsätzen durch Ubung im Auffinden und Ordnen des Stoffes. Lektüre: Schillers Lied von der Glocke, Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans; dieDichtung der Befreiungskriege; außerdem Lesen und Besprechung von Prosastücken und Ge- dichten des Lesebuches. Ubungen in frei gesprochenen Berichten über Gelesenes. Auswendig wurde gelernt dus Lied von der Glocke, einige Gedichte des Lese- buches und Stellen aus Schillers Tell und Jungfrau von Orleans. Früher gelernte Gedichte wurden wie- derholt.

Aufsätze: 1.(Kl.) Wie beweisen Ernst von Schwa- ben und Werner von Kiburg ihre Freundestreue? 2. Die Schilderung der Feuersbrunst in Schillers Lied von der Glocke. 3.(Kl.) Der kluge Mann baut vor. 4. Rudenz in Schillers Wilhelm Tell II. 1 und III, 2. 5.(Kl.) Welche Männer haben sich besonders um die Wiedergeburt Preußens verdient gemacht? 6. Arion und Jbykus(Ein Vergleich nach Ovids Fasti II und Schillers GedichtDie Kraniche des Jbykusö6).(Kl.) Warum ist gerade der Rhein den Deutschen so lieb? 8. Womit macht uns der Prolog in Schillers Jungfrau von Orleans bekannt? 9.(Kl.) Die Freuden und der Nutzen der Fußreisen Stemmler.

Lateinisch: 7 St. a) Lektüre: 4 St. Sexto Roscio; Livius 1 u. 2 mit Auswahl: Ovid, Auswahl aus den Metam., Fasti und Tristia, Vergil Aeneis I. b) Grammatik: 3 St. Wiederholung und Ergünzung der Kasus- Tempus- und Moduslehre

(Gramm.§ 141 224, 225 236. 240 316). Mündli-

Die leichteren

Cicero pro