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Erdkunde: 1 St. Länderkunde der außereuropäischen Erdteile. Die deutschen Kolonien. Vergleichung mit den Kolonialgebieten anderer Staaten. Kartenskizzen.
Stemmler.
Mathematik: 3 St. a) Arithmetik: Die Grundrech- nungen mit absoluten Zahlen und Einführung der positiven und negativen Zahlengrößen unter Be- schränkung auf das Notwendigste. Leichtere Glei- chungen ersten Grades mit einer Unbekannten. Häus- liche und Klassenarbeiten. b) Planimetrie: Erwei- terung der Dreieckslehre. Lehre von den Parallelo- grammen, den Sehnen und Winkeln am Kreise. Kon- struktionsaufgaben. Gundlach.
Naturkunde: 2 St. Im Sommer: Beschreibung und Vergleichung einiger Nadelhölzer und Sporenpflanzen, Besprechung der wichtigeren ausländischen Nutzpflan- zen. Übersicht über das gesamte natürliche System. Im Winter: Anatomie und Physiologie der Pflanzen, sowie einiges über Pflanzenkrankheiten und ihre Er- reger. Niedere Tiere und UÜberblick über das Tier- reich. Gundlach.
Zeichnen; 2 St. Zeichnen ebener Gebilde und fla- cher Formen wie Blätter, Schmetterlinge, Fliesen in Verbindung mit Farbentreff- und freien Pinselübungen. Freie perspektivische Übungen im Darstellen eines Teiles des Zeichensaales. Zeichnen einfacher Gegen- stände, Geräte, Gefäße, Werkzeuge mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Skizzierübungen und Zeich- nen aus dem Gedächtnis. Krekel.
Quarta.
Klassenlehrer: Kandidat Weißenstein, Religionslehre: 2 St. a) Kath.: Katechismus, Hauptstück; Bibl. Gesch. des N. Test. sten vereint mit UIII). Bertram. b) Ev. 2 St.: Reich Gottes im A. Test. Dabei Lesen von entsprechenden bibl. Abschnitten. Kirchen- jahr u. gottesdienstliche Ordnungen. Erklärung u. Erlernung des 3. Teils des Katechismus mit Sprüchen, Wiederholung des 1. u. 2. Teils. Memorieren von Psalmen u. Liedern. Wiederholung von trüher mem. Liedern. Gießelmann. Deutsch: 3 St. Der zusammengesetzte Satz. Ein- zelnes aus der Wortbildungslehre. Zeichensetzung. Wiederholung der Formen- und Satzlehre. Mündliche und schriftliche freie Wiedergabe von Gelesenem. Rechtschreibübungen. Alle 4 Wochen ein Hausauf- satz. Lesen von Gedichten und Prosastücken. Aus- wendiglernen von Gedichten(nach d. Kanon.) Weißenstein. 4 81. Nepos nach Müller: Miltiades, Themistocles, Aristides, Pausanias, Cimon. Pericles, Alcibiades, Lysander, Epaminondas, Hannibal, Scipio, Marius, Alexander.— Wiederholung der Formenlehre. Das Wichtigste aus der Kasuslehre, einiges aus der Tempus- und Moduslehre. Übersetzungen in das La- teinische als Klassenarbeit, gelegentlich eine Haus- arbeit. Weißenstein. Französisch: Plõötz-Kares, Elementarbuch L. 1— 31. Sprechübungen über Gegenstände aus der Um- gebung des Schülers; Behandlung einiger Hölzelscher Bilder in fr. Sprache.— Einübung der Formen von avoir und étre und der er-Verben.— Persönliche Für- wörter.— Alle 14 Tage eine sehriftliche Arbeit. Weißenstein.
II.
Lateinisch:
(Bis Pfing-
Geschichte: 2 St. Griechische Geschichte bis zum Tode Alexander des Großen mit einem Ausblick auf die Diadochenzeit; römische Geschichte bis zum Tode des Augustus. Einprägung der wichtigsten Jahres- zahlen. Stemmler.
Erdkunde: 2 St. Länderkunde Europas mit Aus- nahme des deutschen Reiches. Entwerfung von ein- fachen Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heſften.
Gundlach.
Mathematik: 4 St. a) Rechnen: Dezimalbrüche. Einfache und zusammengesetzte Regeldetri mit gan- zen Zahlen und Brüchen; Aufgaben aus dem bürger- lichen Leben, namentlich die einfachsten Fälle der Prozent-, Zins- und Rabattrechnung. b) Planimetrie: Propädeutischer geometrischer Anschauungsunterricht. Übungen im Gebrauche von Zirkel und Lineal. Lehre von den Geraden, Winkeln und Dreiecken.
Gundlach.
Naturkunde: 2 St. a) Im Sommer: Beschreibung und Vergleichung von Pflanzen mit schwieriger er- kennbarem Blütenbau. Obersicht über das natürliche System der Blütenpflanzen. b) Im Winter: Glieder- tiere unter besonderer Berücksichtigung der Jnsekten.
Gundlach. zeichnen: 2 St. Zeichnen ebener Gebilde u. flacher Formen aus dem Gesichtskreise des Schülers. Skizzier- übungen und Zeichnen aus dem Gedächtnis. UÜbungen im Treffen von Farbe nach Herbstlaub, Schmetter- lingen, Fliesen, Stoffen, sowie freie Pinselübungen.
Krekel. Quinta.
Klassenlehrer: Dr. Wagner.
Religionslehre Kath.: 2 St. Die Lehre vom Glauben im 1. Hauptstück nach dem Diözesankatechismus. Biblische Geschichten des alten Testaments nach Dr. Schusters Bibl. Gesch. v. G. May. Kirchenlieder wurden auswendig gelernt.(V u. VI varen vereinigt.)
Rentz.
Deutsch u. Geschichtserzählungen. 3 St. Der ein- ſache erweiterte Satz und das Notwendigste vom zu- sammengesetzten Satze. Wöchentliche Diktate, ab- wechselnd mit kleinen freieren Arbeiten zur Einübung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung. Erzüh- lungen aus der alten Sage und Geschichte. Lesen von Gedichten und Prosastücken. Auswendiglernen von Gedichten und Übungen in angemessenem Vor-
trag(nach dem Kanon). Mündliches Nacherzählen, erste Versuche im schriftlichen Nacherzählen. Wagner.
Lateinisch: 8 St. Wiederholung der regelmäßigen Formenlehre, die Deponentia, die unregelmäßige For- menlehre, Lektüre und Aneignung eines angemesse- nen Wortschatzes nach Ostermanns lateinischem Übungsbuch für V: Ubersetzungen ins Lateinische aus demsélben Buche; Einübung des Acc. c. inf., des Part. coni. und des Abl. abs., Konstruktion der Städtena- men u. gelegentliche Ableitung leichterer syntaktischer Regeln aus dem Lesestoffe. Wöchentlich eine Klassen-, gelegentlich eine Hausarbeit. Wagner.
Erdkunde: 2 St. Länderkunde Mitteleuropas, ins- besondere des deutschen Reiches. Weitere Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karten. Ein- fache Kartenskizzen. Rentz.


