Jahrgang 
1906
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Griechisch: Lektüre(5 St.) Homers Odyssee XIII XXIV. Gelernt: XIII 78 112. XVII 290 327. XXIII 310 341. Wiederholung der früher gelern- ten Stellen. Herodot V IX mit Auswahl. Xenoph. Hell. II IV.

Grammatik:(1 Std.): Abschluß der Tempus- und Moduslehre. Lehre vom Infinitiv und Partizip, sowie von den Negationen nach Curtius-Hartel§ 221: 232. Übersetzungen aus dem Griechischen und in das Griechische abwechselnd alle 14 Tage in der Klasse: daneben kurze Ubersetzungen in das Griechische als Hausarbeiten. Schmitthenner.

Französisch:(3. St.) Sandeau, Mme de la Seiglière. Choise de nouvelles modernes. Die bekanntesten Fa- beln von Lafontaine nach Gropp und Hausknecht, Auswahl französischer Gedichte.

Grammatik: Plötz-Kares. S. 55 64 u. 69 76 nebst den zugehörigen Ubungen sowie Wiederholun- gen aus der Formenlehre des Verbums. Sprechübun- Alle 3 Wochen eine Klassenarbeit(Ubersetzung

en. oder Diktat). Höhler. Hebräisch:(2 St.) Das Wichtigste aus der For-

menlehre; Starkes und schwaches Verb; Ubungen im Lesen u. Ubersetzen. Bertram. Englisch: wie in Prima. Teilnehmer: S. 8 W. 6. Weißenstein. Geschichte u. Erdkunde: 3 St. Griechische und römische Geschichte bis zum Tode des Augustus mit Ausblicken auf Orient und Hellenismus. Wiederho- lung der früheren Pensa. Erdkundliche Wiederho- lungen. Wagner. Mathematk: 4 St. Die Lehre von den Potenzen, Wurzeln, Logarithmen und den imaginären Zahlen; Gleichungen II. Grades mit mehreren Unbekannten. Schnittverhältnisse; Ahnlichkeitspunkte und Ahn- lichkeitsstrahlen, harmonische Teilung, Konstruktions- auſgaben, besonderssolche mit algebraischer Analysis. Das Wichtige aus der Geometrie. Einfache Dreiecks- berechnung. Alle drei Wochen eine häusliche oder eine Klassenarbeit. Hesse. Physik: 2 St. Meteorologie. Magnetismus und Elektriziftät, insbe- sondere Galvanismus. Gundlach.

Untersekunda.

Klassenlehrer: Oberlehrer Gießelmanu. Religionslehre: 2 St. a) Kath.: Die leichteren Partien aus der Apologetik; Kirchengeschichte des I. Zeitrau- mes; Zusammenſossende Wiederholungen aus dem er- weiterten Katechismus.(Von Pfingsten ab vereinigt mit OlII.) Bertram. b) Ev. 2 St. Reich Gottes im N. Test. Lesen u. Er-

klären entsprechender bibl. Abschnitte, besonders der

Bergpredigt, die größtenteils auswendig gelernt ist, und der Gleichnisse. Reformationsgeschichte im Anschluß an ein Lebensbild Luthers. Wiederho- lung des Katechismus. Wiederholung u. Neueinprä- gung von Sprüchen, Liedern u. Psalmen. Gießelmann.

Deutsch: 3 St. Praktische Anleitung zur Anfer- tigung von Aufsätzen durch UÜbung im Auffinden u. Ordnen des Stoffes.

Lektüre: Schillers Lied von der Glocke; Die Dich- tung der Befreiungskriege; Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans; außerdem Lesen und Be- sprechung von Prosastücken und Gedichten des Lese- buches. Ubungen in frei gesprochenen Berichten über Gelesenes und Durchgearbeitetes. Auswendig wur- de gelernt Hopf u. Paulsiek für OIII No. 64 und H.

Wärmelehre nebst Anwendung auf

und P. für UII No. 180, 139, 140 uud Stellen aus Schillers Tell und Jungfrau von Orleans. Früber ge- lernte Gedichte wurden wiederholt. Stemmler. Aufsätze: 1. Das Urteil des Volkes und das des Großmeisters in Schillers GedichtDer Kampf mit dem Drachen. 2. Die handelnden Personen in Schil- lers GedichtDie Bürgschaft. 3.(Kl.) Die Bestim- mung der Glocke. 4. Was erfahren wir aus Schillers Lied von der Glocke über den Glockenguß? 5. Der Gedankengang in Körners GedichtAufruf. 6.(Kl). Welche Männer haben sich besonders um die Wie- dergeburt Preußens verdient gemacht? 7. Welche Eigenschaften lernen wir im ersten Auftritte von Schillers Wilhelm Tell an dem Haupthelden kennen? 8.(Kl.) Stauffacher, ein Muster der Besonnenheit 9.(Kl.) Früh übt sich, was ein Meister werden will.

Lateinisch: 7 St. a.) Lektüre: 4 St. Cicero, in Ca- til. 1 u. II; Livius, Buch 1 u. 2 mit Auswahl: Ovid, Auswahl aus den Metamorph., Fasti u. Tristia. Ver- gil, Aeneis I u. II. b) Grammatik, 3 St. Wie- derholung u. Ergänzung der Kasus-, Tempus- und Moduslehre.(Gramm.§ 141 224. 225 236. 240 316. Münqdliche u. schriftliche Ubersetzungen aus dem Übungsbuche. Wöchentlich eine schriffl. Übersetzung in das Lateinische, abwechselnd als Klas- sen- oder als Hausarbeit. In jedem Vierteljahr dafür eine schriftliche UÜbersetzung in das Deutsche als Klassenarbeit. Gieß elmann.

Griechisch: 6 St. a) Lestüre, 4 St: Homer; Odyssee I, 1 96. VIII(Auswahl), IX u. X. Geeignete Stel- len wurden memoriert, Xenophon, Anab. III u. IV; Hell. I u. II(Auswahl). b) Grammatik, 2 St: Die Syntax des Nomens(Gramm.§ 140 180). Die wichtigsten Regeln der Tempus- n. Moduslehre. Wie- derholung der Formenlehre. Mündliche Ubersetzun- gen. Alle 8 Tage eine schriftliche Ubersetzung in das Griechische(vorwiegend Klassenarbeiten).

Gießelmann.

Französisch: 38t. Grammatik: Plõötz-Kares, L. 26 54 und 65 68. Dhombres und G. Monod, Bio- graphies historiques. Erkmann-Chatrian, Histoire d'un conscrit de 1813. Sprechübungen und In- haltswiedergaben. Alle 3 Wochen eine Klassenarbeit.

Höôhler.

Geschichte: 2 St. Deutsche und preußische Ge- schichte und die wichtigsten Ereignisse der allge- meinen Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart: im Zusammenhange da- mit Belehrungen über die Entwickelung gesellschaft- licher und wirtschaftlicher Verhältnisse bis zum Ende des 19 Jhdts. Wiederholungen der früheren Pensa und Einprägung der im Konon vorgeschriebenen Jah- reszahlen. Wagner.

Erdkunde: St. Wiederholung und Ergänzung der Länderkunde Europas mit Ausnahme des deutschen Reiches. Elementare mathematische Erdkunde.

Wagner.

Mathemath: 4 St. Lehre von den Potenzen, Wur- zeln und Logarithmen; Gleichungen I. Grades mit mehreren Unbekannfen und Gleichungen II. Grades mit einer Unbekannten. Ahnlichkeitslehre, Propor- tionen am Kreise, goldner Schnitt und Kreisberech- nung. Einschlägige Konstruktionsaufgaben. Alle 3 Wochen eine häusliche oder eine Klassenarbeit.

Hesse.

Physik: 2 St. Anfangsgründe der Chemie nebst Besprechung einiger wichtiger Mineralien. Einfachste Erscheinungen aus der Lehre von dem Magnetismus und der Elektrizität. Gundlach.