— 4— 3. Obersicht über die während des Schuljahres 1903]04 erledigten Lehraufgaben.
Dem Unterricht lag der amtlich vorgeschriebene Lehrplan zu Grunde. Daher wird nur der Lesestoff der oberen Klassen angegeben:
Im Deutschen: I Goethes u. Schillers Gedankenlyrik. Jphigenie. Tasso.— Bieses Lesebuch I. Privatim: Auswahl aus Goethes„Dichtung u. Wahrheit.“ 0l Shakespeares Macheth, Jul. Cäsar. UI Shakespeares „Kaufmann von Venedig.“ OIl. Nibelungenlied.— Hermann u. Dorothea. Goethes Götz. Schillers Ma- ria Stuart. Wallensteins Lager. Bieses Lesebuch II. UII: Schillers Lied von der Glocke, Die Freiheits- dichter, Schillers Tell, Jungfrau von Orleans.
Im Lateinischen: Ol: Tac. Germ. Cic. Verr. V.— Horaz: c. III. IV. Liv. XXIII kursorisch.— Privat: Sall. Jug. UI: Tac. Germ. Cic. Verr. V. Horaz: Auswahl aus c. I u. II. Privat Liv. XXX. OII. Cie. Cat. Liv. XXI. Verg. IV. UlI: Cie. pro S. Rose. Am., Liv. 1. Dekade(Auswahl). Ovid Ausw. Met. Fasti, Trist. Verg. Aen. OIll. Caes. b. g. V— VII. Ov. Met. Ausw. 4
Im Griech.: OI: Dem. Olynth. u. Phil. 1 u. II. Platos Krito. Soph. Antigone. Hom. Jl. XIX— XXIV (Ausw.) Uk Platos Apol., Soph. Aiax, Hom. Jl. I— XII. OII: Herodot(Auswahl) Lys. c. Agor. Hom. Od. XIII ff.(Ausw.). Ull: Xen. An. III. IV V. Hom. 0d. I, 1— 95. IX. X. OIII. Xen. An. J. II.
Im Franz. 0I. Mérimee, Colomba. Corneille, le Cid. UI S. dass. W. Renger T. A. Bd. 18. 0 II. Thiers Expéd. en Egypte, Daudet., Tartarin. UII: Sarcey, le siège de Paris. Im Engl.: Auswahl aus dem Lese- buch v. Deutschbein.
Aufgätze: 0I: 1. Hector u. Andromache bei Homer. 2. Hat Moltke recht mit dem Ausspruch: „Glück hat auf die Dauer doch zumeist der Tüchtige“?(Kl.) 3.„Wer besitzt, der muß gerüstet sein.“ 4. Welchen Nutzen gewührt das Ballspiel?(Kl.) 5. Inwiefern bewahrheitet sich der Spruch„Sicherheit des Menschen Erbfeind“ in der Tragödie Macbeth? 6. Inwiefern bewahrheiten sich die Worte des Ar- kas„Schmerzen sind Freunde“ in dem Stücke„Jph. auf Tauris“ selbst? 7. a. Wer sich der Einsamkeit ergibt ach der ist bald allein“(Goethe). b. Avx 71αν ⁰να Hεον ον Fotty zar. Soph. Ant.(Kl.) 8. Wie verhalten sich Brutus u. Cassius(in Shakespeares Jul. Cäsar) zu den Grundsätzen ihrer Philosophie? 9. Prüfungsaufsatz: Das Jahr 1807 ein Jahr des Unglücks u. des Segens für Preußen.
UI: 1. Welche Umstände lassen die Ermordung Siegfrieds als besonders verabscheuungswürdig erscheinen? 2. Durch welches Mittel sucht Mortimer in Schillers Trauerspiel Maria Stuart zu retten? 3. Goethes Oden„Prometheus“,„Ganymed, Grenzen der Menschheit' und„das Göttliche“ Bruchstücke einer großen Konfession. Kl. 4. Hat Herodot recht, wenn er den Sieg über die Perser vorzugsweise dem Verdienste der Athener zuschreibt? 5. Die Seelenstimmung Jphigeniens im Anſangsmonolog des Dramas. Kl. 6. Konnte auch Goethe von sich bekennen: Was ich bin, das plieb ich andern schuldig? 7. Die Macht des Wortes. 8. Kl. Thema noch unbestimmt.
OIl: 1. Welchen Umständen ist es zu verdanken, daß Friedrich d. Gr. aus dem siebenjährigen Kriege als Sieger hervorging? 2. Welche Bedeutung hat im Nibelungenliede die Episode vom Sachsenkriege? 3 Wie wird die Werbung Etzels am Hofe zu Worms aufgenommen?(Kl.) 4. Der Nutzen des Meeres. 5. Bedeutung des 2. Gesanges in Goethes Hermann und Dorothea für den Aufbau des Gedichtes. Kl.
6. Gudrun und Dorothea. 7. Wer ernten will, muß säen. 8. Klassenaufsatz: Wallensteins Heer.
Un: 1. Welche Opfer bringt Ernst von Schwaben für seine Freundschaft mit Werner von Kiburg? 2. Kl. Eine Feuersbrunst.(Nach Schillers Lied von der Glocke.) 3. Cura pil dis sunt, et qui coluere, coluntur. 4. Kl. Die Freuden und der Nutzen einer Fußreise. 5. Der Gedankengang in Schillers Ge- dicht.„Das Siegesfest.“ 6. Die Bedeutung des ersten Auftrittes in Schillers Wilhelm Tell. 7. Kl. Na- poleons Feldzug mach Rußland. 8. Mit welchen Gründen verteidigt Rudenz seine Hinneigung zu Ost- reich? 9. Warum zürnt Juno dem Aneas und seinen Leuten? 10. Klassenaufsatz: Kolus bei Homer und Vergil.
Mathematische Prüfungsaufgaben: 1. X+ yY= 2 VXy. 41
X²+ vI= 97
2. Ein Dreieck zu konstruieren aus: ha, pPa und S— y.
3. Eine körperliche Ecke hat die Seiten: a- 70°, b ⸗= 800, c 110⁰. Man berechne die Seiten an bi und ci, der zugehörigen Polarecke.
4. Ein Würſel aus Holz mit dem specifischen Gewicht s= 0,6 wird gleichmäßig so abgestumpft, daß an allen Ecken jede Kante um dasselbe Stück verkürzt wird. Um wieviel em wird jede seiner 24 cm langen Kanten an beiden Enden verkürzt, wenn der Würfel 172,8 g von seinem Gewichte verliert?


