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und den Sehnen und Winkeln am Kreise. Konstruk-
tionsaufgaben. 2 Stunden. Gundlach.
Naturwissenschaften: 2 Stdn. Beschreibung und Vergleichung einiger Nadelhölzer und Sporenpflan- zen. Beschreibung und Besprechung der wichtigeren ausländischen Nutzpflanzen. UÜbersicht über das na- türliche System. Das Nötigste aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Pflanzenkrankheiten und ihre Erreger. Niedere Tiere und UÜbersicht über das gesamte Tierreich. Gundlach.
Zeichnen: 2 Stdn. Zeichnen ebener Gebilde und flacher Formen wie Blätter, Schmetterlinge, Fliesen in Verbindung mit Farbentreff- und freien Pinselü- bungen. Zeichnen einfacher Gegenstände, Geräte, Werkzeuge mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Freie perspektivische Ubungen im Darstellen von Teilen des Zeichensaales. UÜbungen im Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. Krekel.
Schreiben: 1 Stde vereint mit III.
Quarta.
Ordinarius: Oberlehrer Giesselmann.
Religionslehre: a) kath.: vereint mit III2. b) evangl.: desgl. Deutsch: 3 Stdn. Zusammenfassende Einprägung
der Regeln über die Zeichensetzung. ste aus der Wortbildungslehre. setzte Satz.
Prosastücken
Das Wichtig- Der Zusammenge- Lesen und Erklären von Gedichten und aus Linnigs Lesebuche. Mündliches Nacherzählen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Rechtschreibeübungen und Ubungen im schriftlichen Nacherzählen, sowie freien Nachbildun- gen des behandelten Lesestoffes. Alle vier Wochen eine häusliche Arbeit. Im S. Dr. Otto, im W. Sehmitthenner.
Latein: 8 Stdn. a) Lektüre: 4 Stdn. Gelesen sind die vitae des Miltiades, Themistocles, Aristides, Pericles, Alcibiades und Agesilaus(aus Holz veissig, Ausg. der vitae des Cornelius Nepos.). Wichtigere Phrasen u. synonymische Unterscheidungen werden dabei einge- prägt u. oft wiederholt.
b) Grammatik: 4 Stdn. Wiederholung der gesamten Formenlehre. Neu die Kasuslehre und Wichtiges aus der Tempus- und Moduslehre, im Anschluss an Musterbeispiele. Ubersetzen in das Lateinische und Memoricren der notwendigen Vokabeln aus dem Ubungsbuch von Holzweissig.— Wöchentlich eine schriftliche UÜbersetzung in das Lateinische, abwech- selnd als Klassen- oder häusliche Arbeit. In jedem Vierteljahr dafür eine schriftliche Ubersetzung in das Deutsche als Klassenarbeit. Giesselmann.
Französisch: Einübung einer richtigen Aussprache, Lese- und Sprechübungen. Anceignung eines mässigen Wortschatzes. Geschlechtswort, Hauptwort, Eigenschafts- wort nebst Steigerungsſormen, Umstandswort, Zahl- wort, Fürwort. Einprägung der regelmässigen Kon- jugation und von avoir und être Kap. 1— 38. Recht- schreibeübungen, schriftl. und mündl. Ubersetzungen, wöchentlich eine Klassen- oder Hausarbeit.
Borzucki.
Geschichte: 2 Stdn. Griechische Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen mit einem Ausblick auf die Diadochenzeit; römische Geschichte bis zum To- de des Augustus. Einprägung wichtiger Jahreszahlen.
Borzucki.
Erdkunde: 2 Stdn. Länderkunde Europas mit Aus- nahme des Deutschen Reiches. Entwerfen von ein- fachen Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften.
Stemmler.
Mathematik: 4 Stdn. a) Rechnen: Dezimalbrüche. Einfache und zusammengesetzte Regeldetri mit gan- zen Zahlen und Brüchen; Aufgaben aus dem hürger- lichen Leben. Mündliche und schriftliche Übungen. 2 Stunden.
b) Planimetrie; Einführung in den geometrischen Unterricht. Lehre von den Geraden, Winkeln und Drei- ecken. 2 Stunden. Gundlach.
Naturwissenschaften: Beschreibung und Verglei- chung von Pflanzen auch mit schwieriger erkennbarem
Blütenban. Ubersicht über das netürliche System.
Gliedertiere unter besonderer Berücksichtigung der
Insekten. Im S.; Gundlach, im W.: Krekel. Zeichnen: 2 Stde. Zeichnen ebener Gebilde und
flacher Formen aus dem Gesichtskreise des Schülers. Ubungen im Treffen von Farben nach Herbstlaub, Schmetterlingen. Fliesen, Stoffen, sowie Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. Frcie Pinselübungen. Krekel.
Schreiben: 1 Stde vereint mit IIII. Übungen im Schön- schreiben in deutscher und lateinischer Schrift mit Übungsstoff aus dem deutschen, geschichtlichen und geographischen Unterricht.
Quinta.
Ordinarius: Oberlehrer Stemmler.
Religionslehre: a) kath.: 2 Stdn. Katechismus, I. Hauptstück.— Bibl. Gesch. des Alten Test; erster Hälfte.— Einzelne Lieder und Gebete; Messerklärung. Beicht- und Kommunion-Unterricht. Dr. Bertram.
b) evang.: Biblische Geschichte des Alten Testa- ments nach dem Lehrbuch von Schäfer. Vor den Haupt- festen die betreffenden Geschichten des Neuen Testa- mentes. Durchnahme und Erlernung der Zehn Gebo- te und des Vaterunsers nach dem Katechismus. Im Anschluss daran sind eine Anzahl Sprüche sowie meh- rere Kirchenlieder und einzelne Strophen gelernt wor- den. Giesselmann.
Deutsch und Geschichtserzählungen: 3 Stdn. Der cin- fache und der erweiterte Satz und das Notwendigste vom zusammengesetzten Satze nebst der dabei zur Anwendung kommenden Zeichensetzung. Wöchent- liche Diktate zur Einübung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung oder schriftlichen Nacherzählungen. (Der Stoff für die schriftlichen Nacherzählungen in der Klasse wurde meist aus der Geschichtserzählung ge- nommen.) Lesen und Erklären von Gedichten und Prosastücken. Mündliches Nacherzählen. Auswendig- lernen und Vortragen von Gedichten.
Geschichtserzählungen. Erzählungen aus der alten Sage und Geschichte. Stemmler.


