Jahrgang 
1900
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2. Spare, lerne, leiste was, So hast du, kannst du, gilst du was. 3. Warum lässt Vergil den Aneas nach Karthago verschlagen werden? 4. Welche Be- deutung hat die Rolle Oraniens in Goethes Egmont? 5. Charakteristik Rüdegers von Bechlaren. 6.(Klas- senarbeit). Die Heimkehr aus dem Kriege(nach Schillers Piccolom. I,4). 7. Welche Anklage erhebt Questenberg gegen Wallenstein, und wie sucht die- ser sich zu rechtfertigen? 8.(Klassenaufsatz) Was bewundern wir an den alten Römern?

Latein: a) Verg. Aen. III, IV, V, VI. mit Auswahl

2 St. b) Liv. XXIV, Cic. pro Milone. Sallust. bell. Catil. Ausw. Memorieren einzelner Stellen. 3 St. c) Grammat. u. stilist. Wiederhol. u. Zusammen- fassungen. Alle 14 Tage schriftl. Uebersetzen ins Lat.(Haus- od. Klassenarb.), alle 6 Wochen aus d. Lat. 1 St. Im S::

Griechisch:

Le a) Hom. Od. IX XXIV(Auswahl). 2 t.

Bosing.

b) Herod. VIII u. IX u. Xen. Memor. III u. IV mit Auswahl. 3 St. c) Grammat. Zusammenfassungen, bes. über Temp. u. Modi, Infin. u. Partiz.; alle 4 Wochen schriftl. Uebers. aus d. Griech. in d. Klasse. 1 St. Im S.: Dr. Richter, im W. Giesselmann.

Französisch: a) Lektüre: Erckmann-Chatrian, his- toire d'un conscrit und Jules Sandeau, Mademoiselle de la Seigliére. b) Alle 3 Wochen eine schriftl. Uebers. aus d. Franz. od. ein Diktat. Golegentl. gramm. Wiederhol. 2 St. Dr. Bertram.

Englisch: Die Formenlehre u. die notwendigsten syntakt. Gesetze§ 1 72. Uebersetzungen aus dem Uebungsbuch u. dem Jrving-Macaulay, Lesebuch.

2 St. Otto.

Hebräisch: Das Wichtigste aus der Formenlehre; starkes und schwaches Verb. Uebungen im Lesen u.

Uebersetzen; 2 St. Dr. Bertram. Geschichte: Griech. u. röm. Geschichte, letztere bis

z. Tode des Aug. 3 St. Bosing. Mathematik: a) Arithm.: Die Lehre von den Po-

tenzen, Wurzeln u. Logarithmen. Quadr. Gleich. mit mehreren Unbekannten. Arithmet. u. geom. Reihen I. Ordnung. b) Planimetrie: Abschluss der Aehn- lichkeitslehre. Harmon. Teilung; Schnittverhältnisse;

Aehnlichkeitspunkte. c) Trigonometrie: Be- rechnung des schiefwinkligen Dreiecks. 4 St. Hesse.

Physik: Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität. Wiederhol. der chemischen u. mineralogischen Grund- begriffe. 2 St. Hesse.

Unter-Sekunda.

Ordinarius: Professor Mathi.

Religionslehre: a) kath.: Kirchengeschichte, III. Zeitraum, und das Wichtigste aus der Apologetik. 2 St. Dr. Bertram.

b) evang:: Das Reich Gottes im N. Testament. Wiederhol. desKatechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederh. von Sprüchen, Lie- dern, Psalmen. Reformationsgesch. im Anschluss an Luthers Leben. 2. St.

Dr. Richter, im W.: Giesselmann.

Im 8., Dr. Richter, im W.;, Giesselmann.

Deutsch: a) Praktische Aufsatzlehre. Alle 4 Wo- chen ein Aufsatz. Kürzere Ausarbeitungen. b) Lek- türe: Jungfrau von Orleans, Minna von Barnhelm, Hermann und Dorothea. Memorieren von Dichterstel- len und Versuche im Vortrag. 3 St. Mathi.

Themata f. d. Aufsätze: 1) Was erzählt Melchthal im ersten Teile der Rütliscene des Schiller'schen SchauspielsWilhelm Tell? 2) In welcher Lage befand sich Frankreich vor dem Auttreten der Jung- frau von Orleans?(Nach dem Prolog der Schiller'- schen Tragödie.) 3) In welcher Weise tritt im vier- ten Akte von SchillersJungfrau von Orleans Jo- hannas Schuldbewusstsein zu Tage? 4) Der erste Samniterkrieg nach Livius erzählt.(Klassenaufs.) 5) Bilder aus dem Familienleben, in freier Weise im Anschluss an SchillersLied von der Glocke gezeichnet. 6) Der König in Uhlands BalladeDes Sängers Fluch. 7) Die Vorfabel des Lessing'schen DramasMinna von Barnhelm.(Klassenaufs.) 8) Tellheim und Riccaut. 9) Ein Gang durch das Besitztum des Löwenwirts in GoethesHermann und Dorothea. 10) Das Thema für die Abschlussprüf- ung ist noch unbestimmt.

Latein: a) Verg. Aen., Auswahl nach einem Kanon. Memorieren einzelner Stellen. 2 St. Bosing. Auswahl aus Liv. VII. Cic. Cat. I, II, IV. 4 St.

b) Wiederholungen u. Ergänzungen aus Formenlehre u. Syntax und mündliche Uebersetzungen aus Holz- weissigs-Uebungsbuch für Sekunda. c) Alle 8 Tage eine Uebersetzung in das Latein. als Klassen- oder

Hausarbeit; alle 6 Wochen statt der Klassenarbeit eine schriftl. Uebersetz. ins Deutsche. 3 St. Mathi.

Griechisch: a) Auswahl aus Hom. Od. I VI. Im 1. Halbj. Vorbereitung in d. Klasse. Memorieren einzelner Stellen. 2 St. Bosing.

b) Xen. Anab. III, IV und Hellen. I u. II mit Auswahl. 2 St. c) Wiederhol. aus d. Formenlehre. Kasus, Artikel, Pron., Präpos.; wichtigere Regeln der Tempus- u. Moduslehre. Alle 14 Tage eine häusl. oder eine Klassenarbeit, gelegentlich Uebers. in das Deutsche als Klassenarbeit. 2 St. Mathi.

Französisch: a) Erckmann-Chatrian, Waterloo. b) Ab- schluss der Syntax. Zweiwöõchentl. Klassen- oder Haus- arbeiten. Diktate u. Sprechübangen. 3 St. Gundlach.

Geschichte: Deutsche u. preuss. Geschichte von 1740 bis zur Gegenwart. 2 St. Otto.

Erdkunde: Wiederhol. der Erdk. Europas. 1 St. Otto. Mathematik: a) Arithm: Gleich., einschl. quadrat. mit einer Unbekannten. Potenzen, Wurzeln, Logarith- men. b) Planimetrie: Berechnung des Kreisin- halts- und-umfangs. c) Trigonometrie: Berech- nung rechtwinkliger und gleichschenkliger Dreiecke. d) Stereometrie: Berechnung einfacher Körper. 4 St. Hesse. Physik: Vorbereitender physikal. Lehrgang, Il. Teil des Lehrbuchs. 2 St. Hesse.

Ober-Tertia. Ordinarius: Professor Bosing. Religionslehre: a) kath.: mit II? zusammen. b) evang.: vereint mit IIzZ.

Deutsch: Wiederhol. der wicht. gramm. Gesetze. Einiges aus der Poet. u. Rhetor. Alle 4 Wochen