Jahrgang 
1888
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Quinta bestimmten Ahschnitte ans der deu'sshen Recht-

schreibung mit gleichzeitiger Wiedertol'ung des Pen-

sums der Sexta. Das Wichtigste aus der Wort- und Satzlehre, besonders die Deklination und Konjugation. Die im Kanon für die Quinta bestimmten 12 Gedichte wurden erklärt und memoriert. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit und zwar im ersten Halbjahr eine Abschrift oder em Diktat, im zweiten Halbjahr

auch kleine Aufsätze erzühlenden oder beschreibenden

Anhalts 2 St. Monecke. Latein: Wiederholung der regelmässigen und Erlernen der unregelmässigen Formenlehre, nach Siberti-Meiring bis Cap. 82 Ubersetzen der latsinischen und deutschen Cbungssrücke uus Meirings UÜbungsbuch. Einige der wichtigsten syntaktischen Regeln aus Siberti- Meiring zum Verständnis der Lektüre der Fabeln und Erzählungen in NMeirings Ubungsbuch. Wöchentlich ein Exercitium oder eine Klassenarbeit. 9 St. Dr. Orth. Frauzösisch: Plötz Elementargramm., Lekt. 1 60- Erlernen der Vokabeln, Übersetzen der Ubungs- stücke, die regelmässige Konjugation. Zweiwöchent- lich eine schriftliche Arbeit. 4 St. Gundlach. Geschichte: Deutsche Sagen. Erzählungen aus dem Nibelungenliede und Kudrun. Biographien der hervorragendsten Münner aus der deutschen und der preussischen Geschichte. 1 St. Monecke. Geographie: Die Inseln, Secen, Flüsse, Gebirge, Hoch- und Tiefebenen der einzelnen Erdteile; erwei- terte Beschreibung der europäischen Läünder nach Grenzen, Grösse, Winwohnerzahl, Flussgebieten, Ge- birgssystamen, Einteilung, Regierungsform und die grössten Staute derselben, teils nach Bellingors, teils nach Daniels Leittaucn. 2 St. Decku. Rechuen: VWiederholung der Bruchrechnung mit Anwendungen; der Zweisatz. Geomtrisches Zeichnen. 4 St. Decku. Naturbeschreibung: Im S.: Beschreibung von Pflanzen. Im N.: Die Repräsentanten der einheimischen und auslündischen Gattungen von Reptilien, Amphibien und Fischen, unter Benutzung der vorhandenen An- schauungsmittel. 2 St. Monecke. Schrerben: Übungen im Schönschreiben in deut- cher und lateinischer Sehrift. 2 St. Decku. Zeichnen: Freihandzeichnen nach Vorzeichnungen an der Wandtafel aus den Zeichenwerken vyon Häusel- mann mit und ohne Anwendung von Tusche und Farben. Grundlinige und besonders krummlinige Ge-

bilde. Pflanzenformen und deren Verwendung zu ein- fachen Ornamenten. 2 St. Monecke. 2 Sexta.

Ordinarius: Wissenschaftlicher Hülfslehrer Dr. Clasen.

Religionslehre: a. katholische: Kombiniert mit V in 2 St. Ausserdem: ausgewühlte bibl. Geschichten des N. T. 1 St. Dr. Bertram. b. evangelische: Kombiniert mit V. Dr. Orth. Deutsch: Lesen und Frklären der kleineren und leichteren prosnischen Musterstücke aus Linnigs Leseb. I. Aus dem für VI vorgeschriebenen Kanon wurden 10 Gedichte erklärt, memoriert und deklamiert. Laut-,

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lagen oder Modellen.

silben- und Wortlehre; der einfache Satz; Deklination une Konjugation, nach Lattmanns Grammatik.- chentlich ein Diktat oder eine Abschrift 3 St. Dec ku. Latein: Die regelmässige Formenlehre nach Si- verti-Meirings Grammatik. Mündliclies Übersetzen nach Meirings Übungsbuch für VI. Erlernen der entsprechenden Vokabeln. Wöchentlich zwei kleinere schriftliche Arbeiten, abwechselnd Extemporale und Exercitium. 9 St. Dr. Clasen. Geschichte: Biographien aus dem klassischen Altertum. 1 St. Deoku. Geographie: Vorkenntnisse aus der Welt- und Erdbeschreibung; allgemeine Vorkenntnisse zur physi- kalischen Geographie; die einzelnen Erdteile und Meere mit ihren Teilen, nach Bellingers Leitfaden. 2 St.. Pecku. Rechnen: Das Zahlensystem, Schreiben und Lesen der Zahlen; die 4 Species in reinen Zahlen; die Bruchrechnung. 4 St. 1 Decku. Naturbeschreibung: Im S.: Beschreibung von Pflanzen nach natürlichen Exemplaren. Im W.: Be- schreibung von Säugetieren und Vögeln nach Leute- manns Tierbildern. 2 St. Monecke. Schreiben: Einübung der deutschen und lateinischen Alphabete mit Anwendungen. 2 St. Decku.

Zeichnen: Die gerade und gebogene Linie und deren Verbindung zu mannigfachen Figuren mit und chne Schraffieruugen nach Vorzeichnungen an der Wandtafel. 2 St. Monecke.

Mitteilungen über den technischen Unterricht.

a. Im Turnen: Die Abteilungen bildeten die ein- zelnen Klassen; jedoeh waren V und VI, sowie I und IIi vereint. Iede Abteilung turnte wöchentlich 2 St. Frei- und Ordnungübungen, Gerät- und Gerüstübungen wurden von allen Abteilungen derartig betrieben, dass in den untern Abteilungen das Hauptgewicht auf die ersteren, in den oberen dagegen auf die letzteren ge- legt wurde. Spiele wurden in allen, besonders aber in den untern Abteilungen eingeübt. Auf Grund ärazt- licher Zeugnisse waren 7 Schüler dispensiert.

1 Monecke.

b. Im Gesang: VI 1 St., V 1, St., beide Kl. kombiniert 1 St. Elementar-Gesang-Ubungen nach Widmanns kleiner Gesanglehre; ausserdem vaterl. Lieder, Turn- und Wanderlieder. Männerchor 1 St., Sopran und Alt 1 St. Gesammt-Chor 1 St. Vaterl. Lieder, Hymnen, Motetten u. s. w. aus demDentschen Liederschatz von L. Erk.(Männerchor) und dem Liederschatz für Schule und Haus v. Th. Ballien. 6 St. 5 Decku.

c. Im fakultativen Zeichnen: Einfache und entwickeltere Ornamente nach Vorlagen und Gyps- modellen mit Bleistift oder zwei Kreiden, mit und ohna Anwendung des Wischers. Farbige Flächenornamonte nach Häuselmanns und Flinzers Unterrichtswerken. Tiere und Teile des menschlichen Körpers nach Vor- Kopieren von Gruppenbildern und Landschaften. Im S. 17, i. W. 13 Schüler. 2 St.

Monecke.