Jahrgang 
1886
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2. Ubersicht über die während des abglaufenen Schuljahres

absolvierten Pensen.

Prima. Ordinarius: Direktor Dr. Peters.

heligionslehre: a. katholische: Aus der Apo- Jogetik: die Gottesbeweise; aus der Glaubenslehre: Gnade und Sakramente; aus der Sittenfehre? die Grundbedingungen des Sittlichen; aus der Kirchen- geschichte vorzugsweise das Mittelalter. Wieder- holungen. Lehrbuch von Dreher.

Im 8.: Dr. Kehrein, im I. Quartal des W.: Regens Franz, von Neujahr ab: Dr. Bertram.

Deutsch: a. Litteraturgeschichte seit Opitz. b. Gelesen Klopstocks Oden in Auswahl, Lessings Abhandlung uber die Fabel und im Anschluss daran Grimms Ab- handlung über das Wesen der Tierfabel-. Glocke. c. Rinzelne Abschnitte aus der empirischen Psychologie; Dispositionsübungen und Vorträge, 3 St.

Bosing.

Themata für die Aufsätze: 1. Die Ieldenthat Dorotheens. 2. Hektor und Andromache bei Homer und Schiller. 3) Mé†a ο e daläcan pãroe(Thu- eyd. I, 143). 4. Welche NVorgänge waren es, welehe die Brücke aus dem Mittelalter in die Neu- zeit geschlagen haben. 5. Iphigenie in antikem und modernem Gewande. 6. Idee und Ideale. 7. Ver- dient Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg den Beinamen des Grossen? 8. Myaty A†ay. 9. Hau' deinen Götzen mutig um, Es sei Geld, Wollust oder Ruhm!(Klassenaufsatz.) 10. Tasso und Antonio.

Thema für die Entlassungs-Prüfung: a. für die hiesigen Aspiranten: Welche Gedanken und Ge- fühle ruft das Niederwalddenkmal in uns wach?

b. für die Extraneer: Warum ehrt die Geschichte

den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg

mit dem Beinamen des Grossen? Latein: a. Hor. carm. III und IY, ausgewähte Satiren und Episteln. Mehrere Oden wurden aus- wendig gelernt. 2 St. I. S.: Colombel, 1. W.. Dr. Braun. b. Cie. de orat. I. Cic. Tusc. disp. I. Extem- porieren aus Tusc. disp. II. In einer Stunde- chentlich im Anschluss an die Lektüre Ubung im Lateinsprechen. 3 St. c. Wiederholungen aus den Lehren v. d. Partic. etc. und Lehre von der Wort- stellung und dew Satzbau, nach Meiring. 1 St. Münd- liches Ubersetzen ins Lat. nach Süpfle's 3. T. I. St. Wöchentliche Exercitien resp. Extemporalien nach Diktaten. Beurteilung der monatlichen Aufsät⸗e. 1 St. Der Direktor.

Themata für die Aufsätze: 1. Qui fuerint vifae exitus virorum bellis Persicis de Graecia bene meri- torum. 2. Discidium inter Agamemnonem et Achil- lem quomodo in II. l. I fingatur oriens. 3. Cur Socrates Critoni suadenti, ut e carcere effugeret, obsequi noluerit. 4. De Ulixis et Nestoris orationum, quae sunt in Hiiedis l. II, vi atque argumento. 5.

Goethes Iphigenie und Torquato Tasso,.

Schillers

Quibus causis Cicero ad philosophiam

Diktaten.

ad ,ed,e e h. pertractandam impulsus sit. 6 Quibus artibus Philippus, Mucdo- num rex, in subigenda Graccit usus sit. 7. Guo- consilio Demosthenes orationem secundam Philippicam a habuerit. 8. Quod Cicero dicit, fortis animi et con- stantis esse non perturbari in rebus aspetis, id per- tinere ad Romanos videtur. 9. Ex Ciceronis Tustu- lanarum disputationum libro I sumantur qudedam

argumenta, ex qyuibus appareat animos esse immor-en

taſes. 10. Quihns virtutibus Cimon, Miltiadis filius.- admirabilis exstiterit.* Themata für die Entlassungs-Prüfung: a. für die hiesigeu, Aspiranten: Iis bellis, quibus libertas omnisque reipublicae sulus agatur, populos add sum- mam virtutem excitari testis est vetus memoria.

b. für die Extraneer: Romanos re male gesta do. salute non desperasse exemplis comprobetur.. Griechisch: a. Hom. II. IIV. XIII& XIV. Nach vorausgeschicktér Einleitung zum griechischen Drama: Soph. Electra. 2 St. b. Plat. Crito et- Làch. Demosth. Phil. II et de chers- 3. St. c. Syntax: Lehre vom Partic.;, von d. Relativ- und Fra- gesätzen. Negationen und Partikeln, nach Curtius

1. St. Zweiwöchentliche Exércitien nach Caes. da

b. g. u. Cic. Tusc. disp. I. Extemporalien nach 1 7. Der Direktor. Französisch: a. Wiederholung au geväldter Ab- schnitte aus der Syntax. Synonymik uad Berück- sichtigung der Etymologie. Mündlickes U'bersetzen in das Franz. nach Probst UÜbungsbuch für obere Klassen. Dreiwächentliche Exercitien oder Klassen- arbeiten. 1 St. If Sw fns. 6n b. Ausgewählte franz. Kanzelreden(Bossuet, Fléchier Massillon). Im Anschluss an die Lektüre Ohungen im freien mündlichen Gebrauch der Sprache. 1. St. . Dr. Orth. Hebräiseh(fakultativ): 1. Wiederholung der Verbalbildung, die Nominal-Bildung und die Parti-

keln; die wichtigsten Lehren der Syntax; Memorieren

von Vokabeln; schriftliche Ubungen.

2. Lektüre: ausgewühlte Stücke aus den histori- schen Büchern und Psalmen. 2 St. Im S. Dr. Kehrein, i. W.: Golombel, Oberlehrer a. D

Gesechichte und Geographie: Neuere, hauptsächlicht dêutsche und preussische Geschichte, mit Berücksicuti- gung der Geographie. Lehrbuch: Pütz. Wieder- holungen aus den anderen Teilen der Geschichte, sowie aus der Geographie. 3 St. Hillebrand.

Mathematik: Arithmetik: Arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechung,

ſigurierte Zahlen, Kombinatorik, binomischer Lehrsatz.

UGbungsaufgaben hierzn, sowie zu den Gleichungen zweiten Grades.(Koppe's Arithmetik, Heis; Auf- gaben.) 2 St. 4 Geometrie: Stereometrie; sterenmetrische, trigonometrische und planimetrische Übungsaufgaben. (Koppe's Stereometrie und Planimetric) 2 St. .. Schenck.