— 4—
Auch Frl. Hanstein, die von Weihnachten 1898 bis Ostern 18900 beurlaubt gewesen war. kam noch vor Beginn des neuen Schuljahres um Verlängerung ihres Urlaubs ein, da ihre Gesundheit immer noch viel zu wünschen übrig liess. Allein auch der verlängerte Urlaub reichte zu deren Wiederherstellung nicht aus, und so wurde auch sie auf ihr Nachsuchen und unter Anerkennung ihrer treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober 1809 in den Ruhe- stand versetzt. Mehr als 30 Jahre— seit dem Sommer 1867— hat sie im Dienst unserer Schule getsanden, und auch ihr wünschen wir, dass es ihr vergönnt sei, der wohlverdienten Ruhe noch lange zu pflegen.
Frl. Cora Erdmann, die zuerst mit der Vertretung der Frl. Hanstein beauftragt war, wurde vor Beginn des Schuljahres nach Mainz versetzt und an ihre Stelle trat die Schulamtsaspirantin Frl. Bertha Gürke aus Mainz.
Herr Geller, der seit Herbst 1898 beurlaubt gewesen war(vgl. Jahresbericht 1890 S. 14), kehrte am 1. Juli 1890 in seinen Dienst zurück und wurde mit Wirkung von diesem Datum als Fachlehrer des Gesanges angestellt. Herr Rein- hardt, der ihn anfangs vertreten hatte, wurde mit Beginn des verflossenen Schuljahres durch den Schulgehilfen Jäger ersetzt, der nach Rückkehr des Herrn Geller gute Dienste leistete wäahrenddem Herr Ost zu einer militärischen Uebung einberufen war.
Schon einige Wochen vor den Sommerferien war das Befinden der Frl. Koch wenig befriedigend und nur mit Rücksicht auf die Schule plieb sie auf ihrem Posten. Auf Anraten des Arztes aber musste sie um einen halb- jährigen Urlaub einkommen, der ihr auch bewilligt wurde. Ihren Unterricht übernahm von Herbst ab Frl. Weiss, und an deren Stelle trat Frl. Anna Singer aus Giessen.
Das Sprüchwort: Ein Unglück kommt nie allein, sollte sich bei uns glänzend bewähren. Nicht nur konnte nach den Ferien Frl. Gürke wegen Krankheit ihren Unterricht erst einige Wochen spâter aufnehmen, nicht nur waren wiederholt andere, wenn auch nur vorübergehend, durch


