Ausgelöscht ist dieses reiche Leben, geschlossen die herrlichen Augen, tot der mächtige Mann. Auch er hat nach allen Erdenmühen und Erdenkämpfen, nach den Freuden und Leiden dieses Daseins jenen Frieden gefunden, der höher ist als alle Vernunſt!— Thränenden Blickes schauen wir nieder; in tiefer Trauer und doch wieder in stiller Erhebung vereinigen wir unsere Herzen und Hände an diesem Grabe; es drängt uns, dem Grossen, Viel- geliebten, Teuren ein letztes Wort, ein letztes Gelöbnis nachzurufen, ehe die Erde ihn deckt:
Die Treue, die Du gehalten hast Deinem Kaiser und Deinem Volke bis zum Tode— wir wollen sie Dir halten!
Die Dankbarkeit, die Dein Kaiser und Dein Volk Dir schuldet, wir wollen sie in unseren Herzen bewahren unauslöschlich!
Die Ehrfurcht, die dem Ehrwürdigen zu erweisen das schönste Gefühl für ein Menschen- herz ist, wir wollen sie tief im Innersten unserer Brust Dir hegen und erhalten!
Wir greifen jenes schöne Wort auf, das unser alter Kaiser Wilhelm IJ. Dir dereinst mit entschlossener Hand niedergeschrieben hat, jenes Wort, das uns für alle Zeiten
an Dich fesseln muss— das Wort: niemals. Nie- mals, das geloben wir, sollst Du Grosser, Teurer von uns vergessen werden— niemals— nie—
mals!—


