Jahrgang 
1894
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I. Schulnachrichten.

Das Schuljahr 1893/94 begann Montag den 10. April. An diesem Tage erfolgte die Anmeldung der neu eintretenden Schülerinnen beider Schulen. Der Unterricht fing Dienstag den 11. April, morgens 7 ¼ Uhr an. Infolge der Einführung der mitteleuropäischen Zeit war für den Sommer nur eine kleine Verschiebung des Beginns um eine Viertelstunde nötig, um es zu ermöglichen, den Unterricht fast ganz auf den Vormittag von 7 ¼ bis 12 ¼ zu verlegen. Der Nach- mittagsunterricht(einige Stunden Zeichnen, Turnen und Handarbeit) begann um 3 Uhr. Für den Winter lag die Sache etwas schwieriger; doch konnte auch hier, infolge ministeriellen Ausschreibens vom 15. September 1893, im Oktober und Februar der Unterricht auf die Stunden von 8 1, für die eigentlichen Wintermonate auf die Stunden von 8.30 12.50 gelegt werden, sodaſs der Nachmittags- unterricht auch im Winter der Hauptsache nach wegfiel. Die Vorschulklassen begannen wie bisher 1 bis 2 Stunden später.

Der Anfangsbestand der höheren Mädchenschule war in den Klassen I X: 324 gegen 306 des Vorjahrs, in den Klassen 1b 8b der erweiterten Schule: 233 gegen 244 des Vorjahrs, zusammen 557 gegen 550 des Vorjahrs. Es traten im Laufe des Schuljahrs 26 Schülerinnen ein, 34 aus, sodaſs die höhere Mädchenschule einen Schluſsbestand von 322 (gegen 299 des Vorjahrs), die erweiterte einen solchen von 227(gegen 241 des Vorjahrs) aufweist. Die erste Klasse der höheren Mädchenschule war von 20 Schülerinnen besucht. Der Durchschnittsbestand der Klassen betrug 30 Schülerinnen. (Vgl. S. 16.)