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enthalt in der französischen Schweiz beurlaubt war, trat eine dreiwöchentliche Stellvertretung ein, desgleichen für Frl. Tasché für einige Tage anfangs December und nach dem Tode ihres Bruders eine Beurlaubung vom 19. Februar bis zu Ende des Schuljahrs.
Am 3. und 4. August nahm Herr Oberschulrat Soldan eine Besichtigung der meisten Klassen der höheren Mädchenschule vor. Am 3. Oktober v. J. hielt Herrn Prälat Dr. Habicht eine Prüfung der erweiterten Mädchenschule in der Religion ab.
Von Veränderungen unter den Lehrenden ergaben sich folgende: Im Herbst 1888 übernahm Herr Pfarrer Dr. Elz, an Stelle des Herrn Kaplans Fecher, der von hier versetzt worden war, den katholischen Religionsunterricht.
Am 9. Januar d. J. wurde der seitherige Schulverwalter Herr Georg Straub durch Allerhöchstes Dekret zum defini- tiven Lehrer an der höheren Mädchenschule bezw. Vorschule ernannt. Endlich wurde der Lehrer der zweiten Klasse der erweiterten Mädchenschule, Herr Karl Zimmer, nach be- standner Prüfung für beschreibende Naturwissenschaften, Physik und Chemie, unter die Zahl der Gymnasial- und Reallehramtsaccessisten aufgenommen.
Am 18. Juni 1888 begingen die Ober- und Mittelklassen die Gedächtnisfeier für den verstorbenen Kaiser Friedrich im Festsaal, die Unter- und Vorschulklassen in der Turnhalle. Desgleichen wurde zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers Wilhelms II. eine Schulfeier am 26. Januar d. J. abge- halten, ebenfalls in 2 Abteilungen, weil die Anhäufung aller Kinder in einem Raum bei manchen leicht Unwohlsein herbei- führt.— Am 9. März, dem Todestag Kaiser Wilhelms I, gedachte die Schule der Thaten und der Verdienste des edlen Toten.
Am 9. August v. J. wurde das Jugendfest im Philosophen- wald gefeiert unter zahlreicher Beteiligung seitens der Mittel- und Unterklassen.
Im Sommer machten die meisten Klassen ihre üblichen, wenn auch durch das Regenwetter öfter eingeschränkten Spaziergänge: Klasse I und II gingen 9. Juni über Wetalar nach Braunfels, Kl. III 23. Juni über Greifenstein und die


