76 Punkten). Weitere 48 Knaben und Mädchen erhielten die Ehrenurkunde des Reichsausschusses für Leibesübungen.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im abgelaufenen Schuljahr weniger günstig; Erkältungen und Masern verursachten häufiges Fehlen.— Hitzfrei machten wir am 6, 12., 13. Juli und am 2. September.— Zum Wintersport war leider wenig Gelegenheit.— Am 10. und 12. März sprach Frl. Lehne aus Darmstadt im Auftrag des Landesamtes vor unseren Schülern über die Schäd- lichkeit des Alkohols.
10. Sonstige Veranstaltungen. Wie in früheren Jahren, so fehlte es auch diesmal nicht an Belehrung und Anregung außerhalb des planmäßigen Unterrichts. Am 17. Juni durfte eine große Zahl unserer Schüler in der Gießener Volkshalle in einem Volkskonzert Beethovens IX. Symphonie hören— Frl Kutzner nahm mit Oberklassen Einblick in das Gaswerk und die Brauerei Denninghoff zu Gießen. Mit der ganzen Schule besuchten wir am 7. Januar eine große Bezirksgeflügelschau in der hiesigen Turnhalle.— Im Dienste des Wiederaufbaues unseres Vaterlandes waren die Schüler in mannigfacher Weise tätig. Der ersprießlichen Arbeit im V. D. A. wurde bereits oben gedacht Erwähnt sei noch der Vertrieb von Wohlfahrtsmarken, von Losen der hessischen Künstlerhilfe
11. Sammlungen, Geschenke, Bücherei. Nachdem alle Sammlungen zweckentsprechend untergebracht waren, ließen wir uns ihren Ausbau besonders angelegen sein. Neben der planmäßigen Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel erfuhren sie eine erfreuliche Bereicherung durh eine Reihe zum Teil recht wertvoller Geschenke. An erster Stelle dürfen wir erwähnen die sehr reichhaltige und mit großer Sachkenntnis zusammengetragene Sammlung geologischen Inhalts(Gesteine, Verstei- nerungen, Erze, Salze aus dem Harz, zum Teil sehr seltene Stücke), die uns Herr Bergrevierinspek- tor von Hindte in Goslar, Schüler der Anstalt in 1876, machte. Den herzlichen Dank, den wir dem verehrten Freund der Oberrealschule gelegentlich der V. D. A-Tagung in Goslar persönlich aussprechen durften, wollen wir gerne auch an dieser Stelle wiederholen.
Als Anschauungsmaterial lieferten uns die Firma Ferd. Marx& Co. in Hannover eine Tafel mit den Erzeugnissen bei der Herstellung des Radiergummis, die Firma Henkel& Co.-Düsseldorf eine Lehr- tafel mit Produkten der Persilherstellung, Herr Kaufmann Matthies-Grünberg einen ausgestopften Marder, Bücking Ia Bergkristall, Ametyst, Bleiglanz, Schliffer IIIa 1 Steinmesser, Schönhals Ia ein Reißbrett, die Kapelle der Ia verschiedene Musiknoten Ihre dankbare Gesinnung gegen die Oberreal- schule bekundeten die diesjährigen Abiturienten durch Stiftung eines Bildes des Herrn Reichspräsi- denten von Hindenburg, das eine hervorragende Zierde unserer neuen Aula ist.— Für die Bücherei machten uns Zuwendungen Bücking Ia, Förster Ia, Schweden la, W. Angelberger Ib, E. Dölp Ib, G. Cronenberg IIa, Heutzenröder IIa, Köhler IIa, Demmer IIa, Kappes IIa, Heutzenröder IIIa, Appel IIIa, Zimmer IIIa, M. K. Schneider IIIb, Welter IIIb, H. Fischer IIIb, Magold IV, H. Pfeffer V, Keil V, Erb V, Bär V, Helmut Roth V, Pfaff V, M. Von-Eiff V, Meckbach V, die Sextaner Reusch, Nickel, Heß, Krauß, Ruckelshausen, Eisenach, Opper, Hilbert, Steuernagel, Kitz, Görnert, Koch.
IV. Mitteilungen an die Eltern.
1. Schulbeginn. Der Unterricht beginnt im kommenden Schuljahr Dienstag den 24. April um 8 Uhr; die Aufnahme der Sextaner erfolgt zu derselben Stunde am Tage vorher.
2. Ferien. Pfingsten: Schulschluß Samstag, 26. Mai, nach der 5. Stunde; Wiederbeginn: Montag, 4. Juni Sommer: Schulschluß Freitag, 13. Juli, nach der 5 Stunde; Wiederbeginn: Mon- tag, 13. August. Herbst: Schulschluf Samstag, 22. September, nach der 5. Stunde; Wiederbeginn: Montag, 8. Oktober. Weihnachten: Schulschluß Samstag, 22. Dezember, nach der 5. Stunde; Wieder- beginn: Montag, 7. Januar.
3. Freistellen: Begabte, strebsame Kinder, die außerhalb und innerhalb der Schule ein gutes Betragen zeigen, können eine ganze oder halbe Freistelle erhalten, wenn die Eltern den Nachweis erbringen, daß ihnen die Zahlung des Schulgeldes besonders schwer fällt oder unmöglich ist. Die Verleihung erfolgt stets nur auf Widerruf und auf ein Jahr. Seitherige Freistelleninhaber müssen ihre
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