Jahrgang 
1914
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Des weiteren ſtehen noch 3 transportable Akkumulatorenbatterien à 6 Zellen mit 3,9 Amp. Lade⸗ und Entladeſtromſtärke für Gleichſtromverſuche zur Verfügung. Zwei durch ge⸗ eignete Anſchlußvorrichtungen mit den Akkumulatorenbatterien leicht zu verbindende Pachytrope (Zellenſchalter) geſtatten die einzelnen Akkumulatorenzellen durch Umdrehung einer Walze hinter⸗ einander, parallel und in Gruppen zu ſchalten. Die Batterien ſind leicht transportabel und können daher auch ohne weiteres zu Verſuchen in anderen Lehrſälen, z. B. im Chemielehrſaal, verwandt werden. Geladen werden die Batterien ebenfalls durch den Umformer. Des weiteren wurde noch ein Drehſtrom⸗Experimentiertransformator beſchafft. Derſelbe wird primär an den 3*= 380 Volt Drehſtromkreis angeſchloſſen. Die ſekundäre dreiphaſige Wickelung iſt je in 6 Spulen unterteilt. Geeignete Klemmen geſtatten den Anſchluß an ein oder mehrere hintereinander ge⸗ ſchaltete Spulen und ermöglichen es, Wechſelſtrom⸗Spannungen von 10, 20, 40, 60, 80 und 100 Volt abnehmen zu können.

Sowohl dieſe ſekundären Wechſelſtröme als auch die von den Akkumulatorenbatterien erzeugten Ströme laſſen ſich nach der Schalttafel führen, dort meſſen und durch den Univerſal⸗ regulierwiderſtand regeln.

Von der Schalttafel aus wurde eine beſondere Gleichſtromleitung nach der Turnhalle verlegt. Hierdurch wurde es ermöglicht, den Projektionsapparat auch in dieſem Raum vor einem größeren Zuſchauerkreis zu verwenden.

Das Umformeraggregat iſt Fabrikat der Siemens⸗Schuckert⸗Werke, A.⸗G., Nürnberg, die Experimentierſchalttafel wurde von dem Techniſchen Bureau Frankfurt a. M. der Firma Siemens u. Halske, A.⸗G., Berlin, gebaut. Die ganze Anlage wurde nach vorausgegangenen gründlichen Beratungen und Verhandlungen von Herrn Ingenieur Herzog, dem hieſigen Bauleiter der Heſſiſchen Eiſenbahn⸗Aktien⸗Geſellſchaft, im Namen dieſer Firma entworfen und ausgeführt. Wir ſagen auch hier Herrn Ingenieur Herzog für die gute ſachverſtändige Beratung und für die allzeit große Hilfsbereitſchaft herzlichen Dank.

Die elektriſche Beleuchtungsanlage im Schulgebäude wurde nach den Plänen des Großh. Hochbauamts Dieburg ausgeführt. Die Bauleitung bis zu den Lampen geſchah auf Koſten der Stadt durch die Firma Freund in Aſchaffenburg, die Beſchaffung und das Anbringen der Lampen auf Koſten des Staates durch die Firma Biener, hier.

VI. Belianntmachungen und Mitteilungen an die Eltern.

Anmeldungen zum Eintritt in die Vorſchule, Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule werden Samstag, den 4. April, von 812 Uhr, in dem Amtszimmer des Unterzeichneten entgegen⸗ genommen.

Jeder neu eintretende Schüler hat ein Entlaſſungszeugnis aus der ſeither beſuchten Schule, den Impf⸗ oder den Wiederimpfſchein, ferner einen Auszug aus dem ſtandesamtlichen Geburtsregiſter vorzulegen, in dem, falls mehrere Vornamen vorhanden ſein ſollten, der Ruf⸗ name durch Unterſtreichen hervorgehoben ſein muß.

ſ 1Die Aufnahmeprüfung findet Montag, den 20. April, von vormittags 8 ½ Uhr an ſtatt.

Zur Aufnahme in die unterſte Abteilung der Vorſchule iſt in der Regel das zurückge⸗ legte ſechſte Lebensjahr, in die Sexta der Realſchule das zurückgelegte neunte Lebensjahr er⸗ forderlich. Bei genügender geiſtiger und leiblicher Reife können auch ſolche Knaben aufgenom⸗ men werden, die bis zum 30. September d. J. das ſechſte, bezw. neunte Lebensjahr vollenden, ſie müſſen aber folgende Kenntniſſe nachweiſen: Fähigkeit, deutſche Schrift zu ſchreiben und mit

richtiger Betonung zu leſen; ziemliche Sicherheit in der Rechtſchreibung der in der Sprache