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12. April 1905 an das Gymnaſium Fridericianum nach Laubach verſetzt, verlaſſen unſere Anſtalt. Wir ſehen die Herren aus ihrer erfolgreichen Tätigkeit nur ſehr ungern ſcheiden, die beſten Wünſche des Kollegiums begleiten ſie in ihre neue Stellung.
1. Mai. Lehramtsaſſeſſor Dr. Ludwig Spilger und Lehramts⸗Referendar Auguſt Förſter werden als Erſatz für die Herren Prof. Dr. Heil und Franz in den Dienſt einge⸗ wieſen.
11. Mai. LCcehramtsaſſeſſor Ludwig Schäfer wird für 8 Wochen zu einer militäriſchen Uebung eingezogen, ſeine Vertretung übernimmt Lehramts⸗Referendar Karl Anſtos
1. Juli. Oberlehrer Rothermel iſt für die Monate Juli und Auguſt zu einer Studienreiſe
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5. September. Lehramtsaſſeſſor Dr. Spilger übernimmt die Verwaltung einer Lehrerſtelle an der
27. September. Durch Allerhöchſtes Dekret wird der Oberlehrer und Leiter der höheren Bürgerſchule zu Grünberg Dr. Karl Bernius**) zum Oberlehrer an unſerer Anſtalt ernannt.
1. Oktober. Lehramts⸗Referendar Förſter verläßt die Anſtalt, um ſeiner militäriſchen Dienſtpflicht zu genügen.
9. Oktober. Lehramtsaſſeſſor Karl Unverzagt wird in den Dienſt eingewieſen.
2. Der Unterricht. 1. Mai. Beginn des Schuljahres.
Die üblichen Spaziergänge in die Umgegend wurden am 31. Mai, 2. September(Sedan⸗ feier), 2. November, 23. November, 25. Januar 1906(Eis), 5. März ausgeführt. Der Tages⸗ ausflug fand am 3. Auguſt ſtatt. Herr Prof. Taſché fuhr mit der Ober⸗Sekunda nach der Saalburg. Stadt und Schloß Homburg, ſowie die Saalburg wurden beſichtigt; zu Fuß ging es über den Feldberg, Falkenſtein und Königſtein nach Cronberg, von wo die Heimfahrt erfolgte. Die Schüler der Unter⸗Sekunda und der Landwirtſchaftsſchule fuhren in Begleitung ihrer Klaſſenführer nach Groß⸗Bieberau. Die Rückfahrt geſchah von Reichelsheim aus, das durch Fußwanderung von Groß⸗Bieberau über Lichtenberg, Burg Rodenſtein und Neunkirchen erreicht wurde. Herr Profeſſor Engelmann führte die Ober⸗Tertia. In Ober⸗Ramſtadt begann die Wanderung über Frankenhauſen, Neutſch zum Felſenmeer, von hier über Reichenbach nach Auerbach. Die Rückfahrt erfolgte bis Lengfeld, der Reſt des Weges wurde zu Fuß zurückge⸗ legt. Die Herren Prof. Dr. Vollhardt, Pfarrer Briegleb und Aſſeſſor Dr. Spilger gingen mit der Unter⸗Tertia und Quarta von Babenhauſen über den„Schönen Buſch“ nach Aſchaffenburg, ſie beſichtigten die Sehenswürdigkeiten der Stadt und kehrten mit der Bahn zurück. Der Klaſſen⸗ führer der Quinta führte ſeine Schüler von Groß⸗Bieberau, nach Lichtenberg und Brensbach; Herr Reallehrer Frey machte mit der Sexta und der Vorſchule einen Ausflug nach dem Breuberg.
Am 11. September beſuchte Herr Oberlehrer Rothermel mit den Schülern der Ober⸗Tertia und den Schülerinnen der Unter⸗Tertia und Quarta die Gartenbauausſtellung zu Darmſtadt; am 15. und 16. September beſichtigten die Schüler unſerer Landwirtſchaftsſchule unter Führung von Herrn Dr. Biedenkopf und Spilger die Landes⸗ und Jubiläumsausſtellung zu Mainz, auf der Heimreiſe verweilten ſie noch einige Stunden in der Gartenbauausſtellung zu Darmſtadt.
3. Abſchlußprüfungen. Eine Herbſtprüfung fand im verfloſſenen Schuljahre nicht ſtatt.(Siehe Nachtrag.)
ſität Gießen am 3. März 1900 die Fakultätsprüfung in Franzöſiſch, Engliſch, Geſchichte und Deutſch ab. Seinen Akzeß begann er Oſtern 1900 am Neuen Gymnaſium zu Darmſtadt, wurde Auguſt und September 1900 zur Vertretung am Gymnaſium zu Worms verwandt und vom 15. Oktober ab an der Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule zu Groß⸗Umſtadt. Hier verblieb er bis 1. April 1902, an welchem Tage er zum Lehramtsaſſeſſor ernannt wurde. Vom 1. April 1902 bis 31. März 1903 genügte er ſeiner Militärpflicht im 1. Großh. Heſſ. Infanterie⸗(Leibgarde⸗) Regiment Nr. 115. Seit 20. April 1903 iſt er abermals an hieſiger Anſtalt tätig und zwar ſeit 1. April 1905 als Oberlehrer.
en) Dr. Karl Bernius, geb. am 18. Sept. 1873 in Ueberau, erhielt Oſtern 1892 das Reifezeugnis am Realgymnaſium zu Darmſtadt, ſtudierte bis Oſtern 1893 Chemie an der Techn. Hochſchule zu Darmſtadt und von Oſtern 1895 an Mathematik, Geographie, Phyſik, Chemie und Mineralogie in Darmſtadt und an den Univerſitäten zu München und Gießen. Fakultätsprüfung Auguſt 1898. Von Herbſt 1898 bis dahin 1899 Nitglied des pädagogiſchen Seminars am Realgym⸗ naſtum zu Darmſtadt; von Herbſt 1899— 1901 Hauslehrer im Ausland; von Dezember 1901 an zuerſt als Volontär, dann in Verwendung am Realgymnaſium zu Darmſtadt; von Januar 1903 an proviſoriſcher Leiter und von 1. April ab Rektor der höh. Bürgerſchule zu Grünberg. Am 1. Oktober 1905 zum Oberlehrer an der hieſigen Real⸗ und Landwirt⸗ ſchaftsſchule ernannt. 3


