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allein her von der faſt gleichmäßigen Vertheilung der Linien in ſeinem Spectrum, welche es keiner Farbe geſtattet, beſonders hervorzutreten.
Einige Fixſterne zeigen in ihrem Spectrum auch helle Linien. Dahin gehört z. B. der mit † bezeichnete Stern in der Kaſſiopea; ſeine hellen Linien fallen, wie Huggins nachgewieſen hat, mit den Linien Ha und Hß im Waſſerſtoffſpectrum zuſammen und ſprechen dafür, daß hier, ähnlich wie bei der Sonne, eine Waſſerſtoffatmoſphäre vorhanden ſein müſſe. Manche andere Sterne zeigen das gleiche Verhalten. Der intereſſanteſte von ihnen iſt offenbar der mit I bezeichnete in der nörd⸗ lichen Krone. Vorher unbekannt, wurde er im Jahr 1866 plötzlich als Stern zweiter Größe ſichtbar, verlor jedoch ſehr raſch an Helligkeit und erſchien nach 12 Tagen nur noch als Stern achter Größe. Die Unterſuchung ſeines Spectrums, zur Zeit des höchſten Glanzes von Huggins und Miller aus⸗ geführt, zeigte den Grund dieſes eigenthümlichen Verhaltens; es war eine coloſſale Eruption glü⸗ henden Waſſerſtoffgaſes, welches jenen Stern plötzlich aufleuchten ließ, denn die Linien Ha und Hß erſchienen im Spectrum ungemein glänzend. Nach wenigen Tagen war der Ausbruch vorbei und der nun teleſcopiſch gewordene Stern zeigte keine Spur mehr von den Waſſerſtofflinien.
Die von den Engländern Herſchel und Lord Roſſe genau ſtudirten Nebelflecken boten des Räthſelhaften gar viel, bis auch von ihnen die Spectralanalyſe den Schleier wegzog. Huggins wies nach, daß die meiſten derjenigen Nebel, welche man nicht in Sternhaufen auflöſen konnte, glühende Gasmaſſen ſind und ein gewöhnlich aus 3 Linien beſtehendes Spectrum liefern. Die eine dieſer grün und grünblau erſcheinenden Linien coincidirt mit der hellſten Stickſtofflinie, eine zweite mit der Waſſerſtofflinie H 3,zwährend die dritte, zwiſchen beiden gelegene, mit keiner der eines bekannten Ele⸗ mentes übereinſtimmt. Daß auch ſolche Nebelflecken, welche man für Sternhaufen erklärte, aus glühender Gasmaſſe beſtehen können, wurde ebenfalls nachgewieſen. Man erhielt von einigen derſelben, wie z. B. vom großen Nebel im Schwertgriff des Orion, ein aus jenen drei Linien beſtehendes Spectrum. Ob jene Gebilde wirklich aus Waſſerſtoff und Stickſtoff beſtehen, darüber kann indeß bis jetzt noch keine Gewißheit beſtehen, da die Coincidenz von je einer Linie noch nicht als ausreichender Beweis betrachtet werden darf.
Auch einige kleinere Kometen ſind bis jetzt unterſucht worden und haben eigenthümliche Spectren geliefert. So zeigte ſich z. B. das des ſogenannten Winnecke'ſchen Kometen mit demjenigen iden⸗ tiſch, welches man erhält, wenn man das von in Sauerſtoff verbrennendem ölbildendem Gas ausge⸗ ſtrahlte Licht durchs Prisma gehen läßt. Das ölbildende Gas iſt eine Kohlenſtoffverbindung und und man könnte deßhalb vermuthen, daß fein vertheilter Kohlenſtoff die ſo unendlich feine Kometen⸗ maſſe bilde. Vielleicht gelingt es der Spectralanalyſe, auch über die Beſchaffenheit der Kometen Licht zu verbreiten, wenn ein lichtſtarker Komet ſichtbar wird und die Ausführung genauerer Unter⸗ ſuchungen ermöglicht.


