ten“ von Hans Sachs auf. Auf dem Feſtplatz entwickelte ſich bald ein lebhaftes Treiben, da auch die Eltern der Schüler ſich recht zahlreich eingefunden hatten. Gegen Abend kehrte die Schule in feſtlichem Zuge in die Stadt zurück.
Am 18. Auguſt 1930 wohnte die Schule in der Turnhalle des Turnvereins den Aufführungen einer Gruppe von Lehrern und Studenten aus Kärnten bei, deren Darbietungen(Spiele, Geſänge) mit gro⸗ ßem Intereſſe verfolgt wurden. Im Anſchluß an dieſe Feier wurde eine Schulgruppe des V. D. A. ge⸗ gründet, deren Leitung Herr Studienrat Reitz übernahm.
Die Verfaſſungsfeier wurde am 21. Auguſt 1930 abgehalten. Der Unterzeichnete ſprach in der Feſtrede über Heimat, Vaterland und Völkerbund.
Am 31. Oktober 1930, dem Reformationstag, fiel der Unterricht aus, damit Lehrer und Schüler der Anſtalt den evangeliſchen Gottesdienſt beſuchen konnten.
Am 15. November 1930 wurde in der letzten Vormittagsſtunde des großen Aſtronomen Kepler anläßlich ſeines 300jährigen Todestages gedacht. Der Unterzeichnete erzählte von Keplers Leben und ſeiner Be⸗ deutung.
Die Totengedenkfeier fand den 21. November 1930 nachmittags ſtatt. Lieder und Gedichte umrahmten die Feſtrede des Unterzeichneten, der an Hand ſeiner Kriegserlebniſſe von dem Krieg als einem großen Leiden ſprach. Am nächſten Morgen ſchmückten die Oberklaſſen bei einem Friedhofsgang wieder die Grä⸗ ber der verſtorbenen Lehrer.
Die Weihnachtsfeier am 18. Dezember 1930 nachmittags für die Schüler und am 19. Dezember 1930 abends für die Eltern der Schüler und die Freunde der Anſtalt verlief ſehr ſtimmungsvoll und fand bei allen Anweſenden großen Anklang. Gedicht-, Geſang- und Klaviervorträge wechſelten ab bei der Feier, in deren Mittelpunkt die Aufführung eines Schattenſpiels und eines Luſtſpiels ſtand. Beide Spiele waren aus dem Unterricht erarbeitet worden. Dem Schattenſpiel vom„Bärenhäuter“ nach dem Grimmſchen Mär⸗ chen lag ein Leſeſtück aus dem Leſebuch der Sexta zu Grunde. Die Sextaner erledigten ſich der ihnen ge⸗ ſtellten Aufgabe mit großem Eifer und ſpielten bewundernswert. Das Luſtſpiel„Die Frankfurter Lotterie“ war von der IIb der Anſtalt im normalen Klaſſenunterricht aus dem Franzöſiſchen übertragen worden und wurde in flottem und freiem Spiel von den Unterſekundanern glänzend zur Darſtellung gebracht. An dem Gelingen dieſer gehaltvollen Weihnachtsfeier hatten beſonderen Anteil die Studienräte Vogel, Dr. Düringer und Oberreallehrer Winter. Eine Sammlung bei der öffentlichen Feier ergab den Betrag von 31 Mk., der der Schülerbücherei zugute kam.
In der letzten Stunde des Vormittagsunterrichts am 19. Januar 1931 ſchilderte ein früherer Fremden⸗ legionär ſeine Erlebniſſe.
Am 27. Januar 1931 fand in der fünften Unterrichtsſtunde eine kleine Feier anläßlich des 175. Geburts⸗ tags des großen Muſikers Mozart ſtatt. Der Unterzeichnete würdigte in einer längeren Anſprache die Bedeutung Mozarts.
In den zwei letzten Vormittagsſtunden des 11. Februar 1930 wohnte die Schule der Vorführung des Films„Om mani padme hum“ von DOr. Filchner bei.
Das Landestheater ſtellte zur Aufführung von Shakeſpeares„Sommernachtstraum“ am 15. Februar 1931 verbilligte Karten zur Verfügung. Schüler der IIb, IIla und IIIb beſuchten unter Führung des Herrn Studienrat Reitz dieſe Vorſtellung.
Von einer größeren Abſchiedsfeier für den ſcheidenden Direktor mußten wir auf ſeinen ausdrücklichen Wunſch hin Abſtand nehmen. Jedoch ſoll in der letzten Schulſtunde des Schuljahres in einer kleinen Feier ſeiner gedacht werden. Gleichzeitig wollen wir damit die Verabſchiedung der die Schule verlaſſenden Un⸗ terſekundaner verknüpfen. Auch die Ehrenurkunden für die Sieger bei den Reichsjugendwettkämpfen ſol⸗ len dann überreicht werden.
4. Geſundheitspflege. Das Impfen der im Jahre 1918 Geborenen fand durch Herrn Medizinalrat Dr. Schmitt am 27. Mai 1930 ſtatt.
Durch ihn wurde auch die ärztliche Unterſuchung der Schüler am 2. Juni 1930 vorgenommen.
Wegen großer Hitze fiel der Unterricht in der vorgeſchriebenen Weiſe aus am 16. Juni., 17. Juni, 19. Juni, 20. Juni, 23. Juni, 26. Juni, 30. Juni, 2. Juli, 3. Juli, 4. Juli, 5. Juli, 7. Juli, 28. Auguſt, 29. Auguſt 1930.
Zum Eislauf konnte nachmittags am 12. Januar, 15. Januar, 9. Februar 1931 freigegeben werden.
Das warme Nilchfrühſtück, das in der Schule verabreicht wird, wurde beibehalten und iſt eine recht ſegensreiche Einrichtung für die Schüler.
Die Reichsjugendwettkämpfe wurden am 4. September 1930 ausgefochten. Die bei dieſen erworbenen Auszeichnungen werden, wie oben erwähnt, am Ende des Schuljahres ausgeteilt.
Die Unfallverſicherung wurde in zwei Fällen in Anſpruch genommen.
4


