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der Schulbehörde folgenden Plan vor:
„Es ſollen in der Anſtalt gelehrt werden: Die Elemente der Arithmetik, Mathematik, Naturlehre, Chemie, Mechanik, Zeichnen als notwendiges Wiſſen für die Gewerbtreibenden, ſodann Religion, Geo⸗ graphie, Naturgeſchichte, Weltgeſchichte und vaterländiſche Geſchichte in allgemeinen Umriſſen und ihren Hauptmomenten, Schreiben mit Stil— übungen und Buchführung, deutſche Sprache und die Grundlagen der franzöſiſchen und lateiniſchen Sprache.“
Zur Durchführung dieſes Programmes reichten freilich die in dem Ritſert'ſchen Lektionsplan zur Verwendung vorgeſehenen Lehrkräfte nicht aus; es mußte neben dem Mitprediger, welcher ſeine bisherige Stellung als praeceptor literatus an der Volksſchule mit der Tätigkeit eines Direktors und wiſſenſchaftlichen Lehrers an der neuzugründenden Anſtalt vertauſchen ſollte, noch ein beſonderer Lehrer für den Unterricht in den Realwiſſenſchaften angeſtellt werden.
Die Anſtalt ſollte in zwei Klaſſen zerfallen. In der einen ſollten Fächer für allgemeine höhere Bildung und Sprachen unterrichtet, in der anderen die Realwiſſenſchaften gepflegt werden. Die Einrichtung ſollte ſo getroffen werden, daß die Schüler beider Klaſſen an einem großen Teil der Lehrgegenſtände gemeinſchaftlich teilnehmen könnten.
Was die Geldgebahrung anbelangt, ſo war durch die Bewilligung eines jährlichen Zuſchuſſes von 300 Gulden aus der Gemeindekaſſe das Unternehmen hinlänglich geſichert, nur verlangte die Regierung von der Gemeinde eine Garantie für das Schulgeld, welches in der Höhe von 540 Gulden in den Voranſchlag eingeſtellt worden war. Dieſelbe wurde von dem Stadtvorſtand vorerſt auf 5 Jahre übernommen.
Darauf wurde— nach einer Zuſchrift des Oberſchulrates an die Großh. Bezirksſchulkommiſſion vom 8. Juli 1846— die Errichtung einer
höheren Lehranſtalt zu Groß⸗Gerau höchſten Ortes genehmigt, nachdem zuvor das Großbh. Oberkonſiſtorium der projektirten Anſtellung des Mit⸗ predigers Ritſert an dieſer Anſtalt unter der Vorausſetzung, daß die demſelben obliegenden geiſtlichen Verrichtungen auch künftig von ihm beſorgt würden, ſeine Zuſtimmung erteilt hatte. Am 8. November desſelben Jahres
trat unſere Anſtalt ins Leben. (Schilling.)
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